Montag, 21. Mai 2012

Studien

Global Food Losses and Food Waste

Juni 2011

Nach einer Studie der Welternährungsorganisation FAO geht weltweit jährlich rund ein Drittel der gesamten Lebensmittelproduktion verloren. Je nach Produkt sind das zwischen 20 und 75 Prozent der gesamten Produktion. Dabei sind die Verluste in den reichen Industrienationen höher als in armen Ländern. So werfen Verbraucher in Europa und Nordamerika schätzungsweise pro Kopf und Jahr zwischen 95 und 115 kg Lebensmittel weg. Bei Konsumenten in Sahara-Regionen Afrikas und Süd-/Südostasien sind das lediglich sechs bis 11 kg jährlich.

Auch die Ursachen für den Verlust von Nahrungsmitteln unterscheiden sich: In reichen Ländern werfen die Endverbraucher zu viel Essen weg, unter anderem wegen übertriebener Vorsicht beim Haltbarkeitsdatum. Zudem kritisiert die FAO Überproduktion als Folge falscher Subventionsanreize sowie zu hohe Qualitätsstandards. In armen Länder sind Mängel bei der Ernte, Lagerung und Kühlung die Hauptursachen. Hier setzt die FAO ihre Hoffnungen auch auf die Verpackungindustrie.

Die Studie basiert auf Erhebungen, die das Schwedische Institut für Lebensmittel und Biotechnologie weltweit entlang der Lieferkette durchgeführt hat. Sie wurde zur Interpack 2011 in Düsseldorf veröffentlicht.
FAO Herausgeber: FAO

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