Macro-Economic Trends
Der weltweite Konjunkturmotor läuft mit hoher Drehzahl, und auch die deutsche Wirtschaft kommt 2006 in Schwung, so sagen es die Experten voraus. Doch anders als die hochpreisigen Produkte der Automobil-, Möbel- und Elektroindustrie profitieren die vergleichsweise billigen Konsumgüter in diesem Jahr kaum von der kommenden Mehrwertsteuererhöhung (ab 2007).
Wie wirkt sich aber, wenn überhaupt, die anziehende Konjunktur auf die Nachfrage nach Gütern des täglichen Bedarfs aus? Stimuliert das allgemeine Wirtschaftswachstum auch das Geschäft des Lebensmittel- und Drogeriewarenhandels?
Information Resources (IRI) hat durch Analyse des Kaufverhaltens der Amerikaner während der letzten zehn Jahre nachgewiesen, dass es eine enge Übereinstimmung zwischen der Entwicklung des Gross Domestic Product (GDP, entspricht unserem Bruttosozialprodukt) und den Verbrauchsausgaben im Bereich CPG/Healthcare (Nahrungsmittel und Getränke, Drogeriewaren und OTC-Produkte im Gesundheitssektor) gibt.
Nach der Studie mit dem Titel Macroeconomic Trends: Understanding and Predicting Consumer Spending Patterns geben die Konsumenten mehr Geld für Verbrauchsgüter aus, wenn die Wirtschaftsleistung steigt, und weniger, wenn das Bruttosozialprodukt zurückgeht – und zwar nahezu parallel.
Die Studie enthält über die Analyse hinaus wertvolle Anregungen und Strategieempfehlungen für Industrie und Handel, die mit gewissen Abstrichen auch für die europäische und deutsche Verbrauchsgüterbranche gelten.
So lassen sich Markenstrategien und Neuprodukteinführungen, Promotions und Anzeigenkampagnen durch die Korrelation aktueller Abverkäufe und Umsätze mit den wirtschaftlichen Basisdaten konzeptionell und zeitlich genauer planen bzw. platzieren.
Herausgeber: IRI