Dienstag, 02. September 2014

Accenture Multichannel wird für Händler zur Pflicht

Freitag, 24.02.2012

Teilnehmer der "Young Business Factory" der LZ diskutieren über Handeln im Onlinezeitalter – Technologie-Dienstleister Accenture als Gastgeber
Das Smartphone gibt Verbrauchern Macht: Preisvergleiche und Produkttests sind jederzeit griffbereit. Wie sich die Branche darauf einstellen sollte, war Thema des YBF-Workshops "Innovativ handeln – mit neuem Kundenverständnis zum Geschäftserfolg".


Verbraucher sind heute mächtiger als je zuvor. Sie informieren sich bei Bedarf jederzeit im Internet über Produkte. Während des Einkaufs kramen sie das Smartphone aus der Hosentasche und checken online Preise. Ob andere Käufer mit der Ware zufrieden sind, steht auf dem Display gleich daneben. Die Managementberatung Accenture gab den rund 80 Nachwuchsführungskräften aus Handel und Industrie, die zum YBF-Workshop gekommen sind, dennoch Entwarnung: Neben den Risiken bieten die neuen Technologien gleichermaßen Vorteile und auch Chancen.
Anzeige
Die wachsenden Möglichkeiten schaffen Raum für neue Interaktion mit den Verbrauchern. Sie können die unterschiedlichen Kundenkontaktpunkte verknüpfen. Das ist wichtig, denn der Kunde unterscheidet nicht zwischen den Absatzwegen. Der Handel muss künftig mehrere Verkaufskanäle bedienen, ist Frank Riemensperger überzeugt: "Große und mittelgroße Unternehmen können nur mit einem Multichannel-Ansatz überleben", sagt der Vorsitzende der Geschäftsführung von Accenture Deutschland.

Internet funktioniert nach eigenen Regeln


Eine solche Onlinestrategie erklärt Stefan Tweraser, Chef von Google in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Er nennt fünf Felder auf denen sich Händler austoben können: Inhalte, Suchoptimierung, soziale Netzwerke, Mobiles und Videos. "Traffic auf den Webseiten zu erzeugen ist wichtig – das gilt aber nur, wenn sie Mehrwert bieten", stellt Tweraser klar.

YBF Globus

Die nächste YBF findet am 14. und 15. März bei Globus in Saarbrücken statt.

Mit Qualität, Frische, Service und regionalen Sortimenten zählt das Handelsunternehmen Globus zu den beliebtesten Einkaufsstätten. Während andere Großflächen die Krise zu spüren bekommen, treiben die St. Wendeler die Expansion konsequent voran. Worauf beruht das Erfolgskonzept? Wie werden die Strategien praktisch umgesetzt? Wie bereitet sich das Unternehmen heute schon auf künftige Entwicklungen vor?

Seien Sie dabei, wenn Globus-Inhaber Thomas Bruch und Geschäftsführer Johannes Scupin im Colloquium Privatissime einen Blick hinter die Kulissen freigeben. Verfolgen Sie die Verwandlung eines Real-Marktes zu Globus, die Entwicklung des Online-Konzepts Globus Drive und stellen Sie den verantwortlichen Managern Ihre Fragen.

Inklusive Storecheck.

Interessenten mailen bitte an: kuhn@lebensmittelzeitung.net
Denn im Internet bewegt sich der Verbraucher anders. Anstatt gezielt bestimmte Händler anzusteuern, suche er beispielsweise nach Produkten, weiß der Real-Manager Karsten Hemmer. Er leitet den Bereich New Business bei Real. Die Auffindbarkeit über Suchmaschinen habe daher hohen Stellenwert. Ist der Kunde erstmal auf der Webseite, gelte es sein Verhalten zu beobachten. Wie bewegt er sich? Wo steigt er aus? Wer im Real-Onlineshop Hilfe benötigt, erhält sie neuerdings in Sekundenschnelle mittels eines Chats mit dem Kundenservice. Die Fragen werden in ein Textfeld getippt, der Real-Mitarbeiter antwortet prompt.

Durch den gezielten Einsatz von Social-Media-Tools lassen sich auch Kosten sparen, glauben die Accenture-Experten. Veröffentlicht man beispielsweise Probleme der Kunden und deren Lösung auf Twitter oder Facebook, sind diese für andere Verbraucher sichtbar. Der PC-Hersteller Lenovo habe etwa mit einer entsprechenden Strategie sein Call-Center entlastet. Die Anrufe beim Kundenservice sanken um 20 Prozent.

Multichannelverbraucher sind wertvoller


Wenn sich Händler mit solchen Mitteln in mehreren Kanälen gut aufstellen, profitieren sie außerdem davon, dass Multichannelverbraucher deutlich wertvoller sind, erklärt Christoph Schwarzl von Accenture: Wer auf mehreren Absatzwegen kaufe, gebe 2,5-mal mehr aus als reine Ladenkunden und 1,7-mal mehr als reine Onlinekunden. Und auch im Geschäft sind sie spendierfreudiger: Karsten Hemmer hat gemessen, dass Webshopkunden in der Real-Filiale 8 Prozent mehr ausgeben.

YBF Workshops | Weitere Artikel

frei

Coca-Cola Im Wandel der Zeit

Freitag, 14.10.2011

Erfolgsgaranten. Coca-Cola setzt auf Nähe, Konstanz und Allgegenwärtigkeit. Teilnehmer der YBF bekommen tiefen Einblick in das erfolgreiche Management der Marke. Mehr >

frei

Konsum Dresden Von Discountern umzingelt

Freitag, 16.09.2011

Stark. Die Einzelhandels-Kette hat es nicht leicht in Dresden. Überdurchschnittlich viele Discounter. Mit abgestimmter Produktpalette bessere Position. Mehr >

frei

Unilever Moderne Praxis des Kundenmanagements

Donnerstag, 14.04.2011

Ganzheitlich. Young Business Factory der LZ zu Gast bei Unilever. Konzern stellt Klaviatur des Kundenmanagements vor. Von Transparenz bis Kooperation - übergreifende Maßnahmen. Mehr >

frei

Dornseifer Frische Ideen für die Fläche

Donnerstag, 10.02.2011

Foodexperten. Die Unternehmensgruppe Dornseifer zeigte bei der YBF in Siegen, wie Vollsortimenter mit Frische, Convenience und Regionalität erfolgreich sind. Mehr >


LZnet-Apps jetzt updaten

Neu für iPhone und Android: Unsere aktualisierte App für iPhone und Android macht Branchen-News und Store Checks mobil.


Nur in Print

Zentrum der Food-Industrie
Korea baut eine Stadt für Nahrungsmittelproduzenten und will zum Motor Asiens werden
LZ 35

Insellösung
SB-Warenhäuser setzen mit wenig Erfolg auf Discount-Module
LZ 35

Zankapfel Gentechnik
Kommentar von LZ-Redakteur Dirk Lenders
LZ 35

Zum Probe-Abo