Donnerstag, 24. Mai 2012

mail mail mail Schwerpunkt: Verpackung

Handel und Industrie für mehr Transparenz auf Verpackungen

Freitag, 08.07.2011

EHI und GS1 legen Verpackungsstudie vor – FMCG-Experten plädieren für informativere Aufdrucke und bessere Kommunikation
LZnet/hdw. Produktschutz ist für Handel und Industrie nach wie vor die zentrale Verpackungsfunktion. Die Lebensmittelsicherheit lässt sich aus Branchensicht durch bessere Kommunikation mit Verpackungsherstellern und mehr Transparenz schaffende Aufdrucke verbessern.

Zu diesem Kernergebnis kommen das EHI Retail Institute und GS1 Germany in ihrer jüngsten, beim 4. gemeinsamen Packaging-Kongress präsentierten "Trend Studie 2011: Verpackungs- und Produktschutz". Für die Untersuchung, deren Komplettversion für August angekündigt ist, wurden 52 Verpackungsexperten aus Handel und FMCG-Industrie befragt. Zudem hat das Team um EHI-Bereichsleiterin Hilka Bergmann und GS1-Projektmanager Matthias Haubenreißer in den Märkten von neun Handelsunternehmen Verpackungen von 2100 leicht verderblichen Produkten analysiert.
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Die Befragten betonen, dass auf die Bedürfnisse von Verbrauchern und Handel zugeschnittene Verpackungen sich gut zur Food-Vermarktung eignen. Allerdings sollten Produkthüllen in puncto Konstruktion und Material künftig noch stärker auf die Verwendung des Inhalts ausgerichtet werden.

Auf die Funktion von Verpackungen angesprochen, d. h. die Vermeidung von Bruchschäden sowie der Schutz der Lebensmittelqualität, wünscht sich die Mehrzahl der Studienteilnehmer, bessere und regelmäßige Kommunikation mit Verpackungsentwicklern und -produzenten. So entspreche derzeit die Konformitätserklärung zur Lebensmitteltauglichkeit von Verpackungen nur in jedem zweiten Fall den Anforderungen.

Kritisiert wird auch, dass die Verpackungsindustrie ihre Kunden aus der FMCG-Branche "nur unzureichend" oder nur auf Anfrage über die Migration von Stoffen aus Verpackungen auf darin enthaltene Produkte informiere.

Zufrieden sind Industrie und Handel mit der Stabilität von Primärverpackungen. Bei Transportverpackungen sieht die Branche jedoch noch Verbesserungspotenzial bei Materialstärken und Verklebungen. 80 Prozent begrüßen die Entwicklung intelligenter oder "aktiver" Verpackungen, in denen beispielsweise Zeit- und Temperaturindikatoren integriert sind.

Nur auf 56 Prozent der 2100 untersuchten Verpackungen empfindlicher Lebensmittel haben EHI und GS1 Informationen zum Produktschutz vorgefunden. Bereits vorhandene Hinweise, insbesondere zur temperaturgerechten Aufbewahrung, werden als ungenau und wenig hilfreich eingestuft. Die Studie zeige, dass einheitliche, standardisierte Informationen erforderlich seien, wie Produkte vom Supermarkt zum Kühlschrank transportiert und aufbewahrt werden sollten, formulieren die Kölner Experten im Fazit.

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