Treffpunkt der internationalen Tiefkühlbranche
Solange die Kühlung klappt: TKK- lange haltbar bei hoher Qualität
Foto: Anuga
LZnet/hed. Die internationale Fachmesse für Tiefkühlkost und Eiskreme-Erzeugnisse belegt mit 494 Ausstellern aus 50 Ländern die beiden Ebenen der
Halle 4 nahezu komplett.
Als Erfinder der Tiefkühlkost gilt Wallace McCain, der vor mehr als einem halben Jahrhundert tief gefrorene Pommes frites produzierte. "Wir dachten, wir könnten mit dem Geschäft vielleicht eine Million Dollar machen", berichtet McCain später im Rückblick.
McCain stirbt im Mai 2011 im Alter von 81 Jahren und hinterlässt seiner Familie ein Vermögen von geschätzt 2,3 Mrd. US-Dollar. Die von ihm gegründete Firma, an der er zuletzt noch ein gutes Drittel der Anteile hielt, produziert heute weltweit mit rund 20.000 Mitarbeitern an mehr als 50 Standorten Tiefkühlkost und erzielt einen Jahresumsatz von umgerechnet etwa 6,5 Mrd. US-Dollar.
Hierzulande feiert die Tiefkühlkost im Jahr 1955 auf der Anuga in Köln eine späte Premiere: Sechs heimische Tiefkühlpioniere stellen ihre Produkte zum ersten Mal in haushaltsüblichen Verpackungsgrößen vor.
In der Folge nimmt in Deutschland mit der technischen Ausstattung der Haushalte auch das Verlangen nach Tiefkühl-Produkten zu. Im Jahr 1970 liegt der Pro-Kopf-Verbrauch von Tiefkühlkost schon bei zehn Kilogramm im Jahr, im vergangenen Jahr lag er bei 40 Kilogramm, was in etwa dem europäischen Durchschnittskonsum entspricht.Eine US-Studie geht davon aus, dass der Umsatz mit Tiefkühlprodukten bis zum Jahr 2015 jährlich um jeweils 3,6 Prozent zunehmen wird. In vier Jahren sollen die Erlöse dann insgesamt fast 140 Mrd. US-Dollar betragen, während sie 2010 noch bei knapp über 110 Mrd. US-Dollar lagen.
Allerdings hat nicht jede Region die gleichen Wachstumschancen. Die US-Amerikaner sind mit einem jährlichen Pro-Kopf-Verbrauch von fast 52 Kilogramm unangefochtener Weltmeister beim Verzehr von Tiefkühlkost. Allerdings stagniert dieser Wer seit Jahren. Wachstum findet vor allem in Osteuropa und Asien statt. Da sehen Fachleute noch gute Entwicklungsmöglichkeiten.