Freitag, 25. Mai 2012

mail mail mail Schwerpunkt: Anuga 2011

Gebündelte Kompetenz

Dienstag, 04.10.2011

Rund 200 Aussteller zeigen nur Bio in Halle 5.1
Bio-Fachmesse auf der Anuga
Bio-Fachmesse auf der Anuga
Foto: Henry Schmitt/Fotolia
LZnet/dr. Die Anuga-Datenbank der Koelnmesse registriert etwa 1800 Hersteller, die in diversen Fachmessen auch eine Bio-Range parat halten. Rund 200 Anbieter wollen erneut unter dem Dach der "Organic" im Parterre der Halle 5 ihr Angebot präsentieren.

Die Aussteller von Bio-Waren in Köln können sich freuen: Laut Nielsen stieg der Umsatz mit Bio-Produkten unter Berufung auf eine eigene Untersuchung im LEH einschließlich Drogeriemärkten im ersten Halbjahr 2011 um knapp 10 Prozent auf 1,2 Mrd. Euro. Davon werde rund ein Drittel im Discounter erwirtschaftet.

Wer ist wo?

Bioland e.V., Mainz:

H5.1/C056, D055

Bio-Zentrale Naturprodukte GmbH, Ulbering:

H5.1/D090, F091

Demeter-Felderzeugnisse GmbH, Alsbach-Hähnlein: H5.1/C018

Roggenkamp Organics AG, Herzebrock-Clarholz: H5.1/F089
Nicht zuletzt die Lebensmittelskandale bei konventionellen Produkten haben in den vergangenen Monaten für positive Nachfragezyklen gesorgt. Ein Grund umso mehr für die Anbieter, die Vielfalt, Qualität, Herkunft oder Regionalität ihrer Ware, aber auch ihr Leistungsspektrum auf dem für sie reservierten Raum in Halle 5.1 feilzubieten.

Führende Bio-Spezialisten wie etwa die Verbände Demeter, Bioland Landesverbände oder Naturland sind wieder vertreten. Auch Alb-Gold Teigwaren, Bayernland, Beemster Cheese, Bio-Zentrale Naturprodukte, Roggenkamp Organics, Teutoburger Ölmühle oder Wagner Tiefkühlprodukte zeigen unter anderem Präsenz. Darüber hinaus präsentieren Länder wie Australien, China, Italien, Niederlande, Rumänien, Spanien, Thailand, Türkei oder USA ihre Produkte.

Erneut bündelt das "Kompetenzzentrum Bio" Fachvorträge und Diskussionsforen rund um Bio. Überwiegend im Congress-Centrum Ost, Europasaal, finden diese statt. Themen wie Lohas, Fair-Trade-Produkte, aktuelle Trends (Importeure/Verarbeiter/Einzelhandel) oder die Internationale Rohstoffsituation werden dort behandelt.

Namhafte Referenten gehen unter anderem auf die Inhalte "Bio braucht anderes Denken", "Der bewusste Konsument", "Engagement führt zu Mehr(wert)" oder "Bio hat Zukunft" ein. Auch werden Lebensmittel in der Sonderschau "Voll-Bio" (8. bis 12.10., 9 Uhr, Halle5.1, Stand E001) zum fünften Mal seit 2003 in Szene gesetzt.

Mehr Verbraucher wünschen sich Bio-Ware

Der Trend im Bio-Markt des Jahres 2011 geht nach Ausweitung der Sortimente vor allem zu einem ethischen Mehrwert. Nach Meinung der Messeverantwortlichen in Köln wünschen sich immer mehr Verbraucher, dass die Standards für Bio-Produkte über die des EU-Bio-Siegels hinausgehen.

Eine artgerechte Tierhaltung ist dieser Käufergruppe genauso wichtig wie die regionale Herkunft der Produkte sowie faire Erzeugerpreise. Experten mahnen allerdings einheitliche Definitionen an, denn sonst könnte es leicht zur Verwirrung der Käufer durch missverständliche Werbeaussagen kommen.

Einen Schritt nach vorn ist der Anbauverband Naturland in dieser Angelegenheit bereits gegangen: Die Organisation hat nach der Verabschiedung verbindlicher Sozialrichtlinien mit "Naturland fair" kürzlich ein freiwilliges Zertifikat für fair erzeugte Produkte eingeführt.

So deckt der gezahlte Erzeugerpreis in diesem Fall nicht nur die Herstellungskosten ab, sondern enthält auch eine angemessene Gewinnspanne für den Lieferanten.

Laut Nielsen erzielten die Bio-Varianten in der Weißen Linie sowie bei Trockenfertigprodukten im ersten Halbjahr 2011 Zuwachsraten im zweistelligen Prozentbereich.

Alkoholfreie Bio-Drinks legten knapp 20 Prozent, Wein&Sekt 17,5 Prozent, Heißgetränke sogar um ein Drittel zu. Babynahrung indes musste als umsatzstärkstes Segment des Bio-Marktes leichte Umsatzverluste hinnehmen; bei Tiefkühlkost sowie Gesundheits-& Fitnessprodukten fiel der Rückgang deutlicher aus.

Extras zum Thema

Schwerpunkt:
Anuga 2011

Schwerpunkt:
Bio im Handel

Studie:
Bio-Markt Japan







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