Engagierte Kosmopolitin
Von Rebecca Frener
LZ|NET. Ihr Faible für ein internationales Umfeld wird Weni Zhou
quasi in die Wiege gelegt. Die heute 25-Jährige kommt in China zur
Welt, wächst aber in Deutschland auf. Später geht sie für zwei
Jahre in die USA, macht dort ihren Highschool-Abschluss.
Ausgestattet mit drei Sprachen, einem sehr guten Diplomzeugnis und
viel internationaler Praxiserfahrung durch Praktika - unter anderem
bei Robert Bosch in China und Beiersdorf in Kanada - tritt die
Wirtschaftsingenieurin im Juli 2008 als "Supply Chain Management
Trainee" bei Beiersdorf an.
Weni Zhou
"Beyond
Borders" nennt sich das international ausgerichtete Programm, das
sie seitdem nicht nur in den Werbemitteleinkauf und in die
Projektarbeit für Produktinnovationen geführt hat, sondern auch zur
neuen Tochtergesellschaft C-Bons im chinesischen Wuhan.
Ein
halbes Jahr lang ist sie dort mit den Produktionsprozessen
beschäftigt und implementiert Steuerungsmethoden für die
Integration des Unternehmens, das seit Ende 2007 zu Beiersdorf
gehört. Zusätzlich gibt sie den Managern vor Ort
Englischunterricht: "Die Kommunikation mit Hamburg war sehr
schwierig. Da habe ich die Initiative ergriffen."
Ihre
gegenwärtige und letzte Trainee-Station führt sie zurück in die
Hamburger Zentrale, wo sie für die weltweite Steuerung der
Produktionsvolumina zuständig ist. Make-or-Buy-Entscheidungen
gehören ebenso zum Aufgabengebiet ihres Teams wie die Beantwortung
der Frage, welches Produkt an welchem Standort gefertigt werden
soll. In diesem Bereich sieht
Zhou auch ihr künftiges Wirkungsfeld, für das ihr das Studium mit
dem Schwerpunkt Produktionswirtschaft eine gute Basis mitgibt.
Dabei hat sie sehr genaue Vorstellungen: Zwei Jahre lang will sie
sich im Team zur Steuerung des weltweiten Produktionsnetzwerks
weiterentwickeln, danach strebt sie Personalverantwortung an.
Langfristiges Ziel ist eine internationale Managementfunktion.
Erste Erfahrungen in der Teamleitung bringt sie ebenfalls aus
Studienzeiten mit. Zwei Jahre lang führt sie die Redaktion einer
Studentenzeitung und ist Vorstandsmitglied im Verein der Hamburger
Wirtschaftsingenieure. Darüber hinaus will das engagierte
Sprachtalent mit Unterstützung des Stiftungs-Preisgeldes ein
Management-Verhandlungstraining an der Universität Cambridge
belegen.
"Gerade bei internationalen Beziehungen muss man auf
vieles achten, damit die Kommunikation funktioniert", betont Zhou,
die bei ihrem jetzigen Arbeitgeber gute Entwicklungschancen sieht:
"Hier habe ich vielfältige funktionsübergreifende Möglichkeiten."
Durch die hohe Dynamik der Konsumgüterbranche ergäben sich
immer neue, spannende Herausforderungen. Und natürlich liebt sie
die internationale Metropole Hamburg: "Das ist eine tolle Stadt."