Freitag, 25. Mai 2012

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Leidenschaft fürs Land der Azteken

Freitag, 04.11.2011

Julia Hoffmann, Doktorandin an der Uni Bonn
Julia Hoffmann
Julia Hoffmann
Foto: Bostelmann
LZnet/dr. Julia Hoffmann promoviert dort am Lehrstuhl für Marktforschung der Agrar- und Ernährungswirtschaft. Im Rahmen ihrer Dissertation beschäftigt sich die wissenschaftliche Mitarbeiterin mit einem Forschungsprojekt zu regionalen sozialen Netzwerken im deutschen Obst-und-Gemüse-Sektor.

"Mir ist aufgefallen, dass in der Theorie von diesen Netzwerken geredet wird, diese aber kaum untersucht worden sind", erklärt sie ihren Ansatz. Eine Lücke, die geschlossen werden müsse. Schließlich seien Beziehungsstruktur und Zusammenarbeit enorm wichtig für den Vertrauensfluss, macht Hoffmann deutlich.

Seit Beginn ihrer Tätigkeit hat sie sich mit großem Engagement in die organisatorischen Aufgaben eingebracht und die Studierenden betreut. Das Talent war an der Konzeption, Organisation und Verwirklichung von zwei Seminaren beteiligt und leitet mit Fachkompetenz und menschlichem Geschick die Tutoren an.

Von der Uni zum Bio-Großhändler

Um die Praxis zu erproben, wird die 29-Jährige ab Januar in den Einkauf für Produkte aus Lateinamerika zum Bio-Großhändler Weiling wechseln. "Dafür möchte ich mich gerne mit einem Teil des Preisgelds im Bereich Qualitätssicherung von Bio-Obst&Gemüse sowie Bio-Importen aus Drittländern weiterbilden", plant Hoffmann.

Dieser Job in der Praxis kommt ihr sehr gelegen, denn so kann sie ihre großen Leidenschaften ausleben: Sprachen und fremde Kulturen, vor allem Mexiko. "Da hängt mein Herz dran", verrät die "lebenslustige Kölnerin", wie sie sich selbst nennt – obwohl sie eigentlich aus Bergisch Gladbach kommt. Sie liebt den Karneval und ist aktive Handballerin. "Wir sind schon dreimal aufgestiegen", erklärt die Preisträgerin stolz.

Nach ihrem Abitur 2001 hat Hoffmann ein Jahr als Au-pair im Land der Azteken verbracht und Spanisch gelernt. Zum Ende ihres Studiums an der Universität Köln 2008 schrieb sie vor Ort ihre Diplomarbeit über Bio-Produzenten aus Mexiko, die nach Deutschland exportieren wollen. "Das sind Erfahrungen, die ich nicht missen möchte", betont sie.

Zusätzlich zu ihrer Dissertation berät die kontaktfreudige Doktorandin freiberuflich die Abteilung Ernährungsindustrie des Eurocentro Nafin Méxicos. Dort unterstützt sie mexikanische Unternehmen bei Branchentreffen auf internationalen Messen in Deutschland, wie etwa Anuga, ISM oder Biofach und im weiteren Austausch mit möglichen Kooperationspartnern aus Europa.

"Ich übersetze oder helfe bei den Business-Meetings", erzählt die Netzwerkerin. Jetzt freut Hoffmann sich auf ihre neue berufliche Herausforderung, die ihr wahrscheinlich weniger Zeit zum Handballspielen lässt. Dafür kann sie hoffentlich reisen. Am liebsten nach Lateinamerika.

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