Freitag, 25. Mai 2012

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Liebe fürs Leben

Freitag, 05.11.2010

Markus Buhr, Hausleiter Kaufland Lichtenfels
Markus Buhr
Markus Buhr
Foto: Bert Bostelmann
LZnet/mm. Manchmal ist es gut, keine Antwort zu finden. Markus Buhr zumindest, ist froh darüber. Der 24-Jährige hat lange überlegt, welcher Studiengang der richtige sein könnte. Als Spross einer Ärztefamilie hätte er Mediziner werden sollen.

Keine gute Idee, befand Buhr. Eine bessere hatte er allerdings auch nicht. "Ich habe lange vergeblich überlegt". Inzwischen ist er kuriert. Er hat es geschafft. Auf Umwegen vielleicht, ohne Masterplan. Aber mit viel Geschick, Ehrgeiz und Elan. Das passt. Markus Buhr ist ein charismatischer Praktiker, der im Einzelhandel sein Glück gefunden hat – und das nicht nur beruflich.

Der gebürtige Vogtländer ist seit März Hausleiter bei der Lidl-Schwester Kaufland. In der 3400 Quadratmeter großen Filiale im oberfränkischen Lichtenfels ist Buhr verantwortlich für 80 Mitarbeiter. Trotz oder dank des Erfolgs ist seine Reise vermutlich noch nicht vorbei.

"Bei Kaufland kann man, wenn man den Willen und den Ehrgeiz hat, ganz schnell ganz oben sein." Diesen Satz hat der gelernte Kaufmann verinnerlicht. Er hat ihn in den vergangenen Jahren oft von Vorgesetzten gehört. Und er arbeitet daran, dass er wahr wird – noch einmal und vielleicht immer wieder.

Das nächste Ziel fest im Visier

Inzwischen gibt es einen Plan. Das nächste Etappenziel lautet Verkaufsleiter, noch bevor er 30 Jahre wird. Buhr trägt ein eng anliegendes weißes Hemd. Wenn er spricht, versucht er den sächsischen Zungenschlag zu verbergen. Was er sagt, klingt strukturiert.

Trotzdem strahlt er diese jugendliche Leichtigkeit aus, die ihn nahbar und sympathisch macht. Ein Ausdruck von Führungsqualitäten? – Es ist zumindest ein Thema, über das Buhr gerne redet.

Das Führen und Entwickeln von Mitarbeitern sei der entscheidende Faktor für das erfolgreiche Bestehen in der zukünftigen Arbeitswelt. "Da uns geburtenschwache Jahrgänge bevorstehen, werden wir schon bald auf noch qualifiziertere und engagiertere Mitarbeiter angewiesen sein", ist er überzeugt.

Das habe auch Kaufland verstanden. Nach Jahren starker Expansion und intensiven Drucks, rücke die Förderung der Mitarbeiter immer stärker in den Mittelpunkt.

Toll, wenn Beruf und Privates zusammen passen

Von der Aushilfskraft während der Schulzeit, über den besten Ausbildungsabschluss seines Jahrgangs, zum Warenbereichs- und schließlich Hausleiter in rund fünf Jahren – Stationen seiner bisherigen Karriere, die bereits ein motivierendes Beispiel abgeben.

Um darüber hinaus gerüstet zu sein, möchte der Hobbysportler und Hundeliebhaber sein Preisgeld für einschlägige Seminare an derWiSo-Führungskräfte- Akademie nutzen.

Zusätzlicher Zeitaufwand, für den seine Freundin Verständnis hat. Denn auch sie will auf der Kaufland-Karrierleiter nach oben klettern. Kennengelernt haben sie sich 2008 beim Projekt "Azubis führen einen Markt".

Damals war Buhr als Teamleiter ihr Chef, heute will er sie nicht mehr anleiten. "Wir wissen beide um die Anforderungen unseres Berufs. Im selben Markt zu arbeiten wäre nicht ideal, in derselben Firma ist super." Und vielleicht wird es ja eine Liebe fürs Leben.

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