Freitag, 25. Mai 2012

mail mail mail Schwerpunkt: Anuga 2011

Gute Stimmung und Appelle

Dienstag, 11.10.2011

Zum Auftakt legt sich Außenminister Guido Westerwelle vor prominentem Publikum ins Zeug und verbreitet gute Stimmung.
LZnet/gvp/ub. Bundesaußenminister Guido Westerwelle fand anlässlich der Eröffnung der Anuga 2011 passende Worte für die geladenen ausländischen und deutschen Gäste. Mit Blick auf die Globalisierung stellte er fest: "Auf der weltgrößten Messe der Nahrungsmittelwirtschaft sind dieses Mal mehr Aussteller aus Italien als aus Deutschland vertreten. Das sagt etwas aus."

Wir Deutsche und Europäer würden uns immer mehr "an eine Internationalität gewöhnen". Wie gut es uns in Deutschland geht, sei daran zu erkennen, dass wir im Alltag das Beste aus aller Herren Länder genießen könnten. Den Wohlstand und die relativ geringe Krisenanfälligkeit mache vor allem eine starke, mittelständisch geprägte Wirtschaft mit ihrer Schnelligkeit und Flexibilität möglich.

Bei deren Suche nach Chancen im Ausland stehe ihnen das Auswärtige Amt zur Seite. Er könne Kritik an einer "Ökonomisierung der Diplomatie" nicht nachvollziehen, da die deutsche Exportwirtschaft von der internationalen Vernetzung lebe. Außerdem dürften die Augen nicht vor neuen Kraftzentren auf anderen Kontinenten verschlossen werden, die die Bedeutung Europas auf Sicht relativierten.

Als Vorsitzender der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) appellierte Jürgen Abraham an die anwesenden Unternehmensvertreter, stärker "das Wort in eigener Sache zu ergreifen". Verantwortung würde neben Industrie und Politik auch jeder Bürger tragen. Ihm solle es erlaubt bleiben, die Entscheidung über seinen Konsum eigenverantwortlich zu treffen.

Friedhelm Dornseifer, Präsident des Bundesverbandes des Deutschen Lebensmittelhandel (BVL) verwahrte sich ebenfalls gegen Schuldzuweisungen, etwa beim Thema Lebensmittelverschwendung. In dem gerade angelaufenen Film "Taste the Waste" seien die Rollen für die Guten und die Bösen klar verteilt.

Dabei sei es eine Binsenweisheit, dass Hersteller und Händler vom Verkaufen leben und nicht davon, Ware in den Müll zu werfen. Mit Genugtuung stellte der BVL-Präsident und aktive Rewe-Einzelhändler dagegen die Entwicklung zugunsten der Supermärkte nach vielen Jahren des Discountwachstums heraus. Hier sei ein Comeback gelungen durch "Vielfalt zum Wohle des Verbrauchers".

Seine Anuga-Premiere als Amtsträger nutzte Kölns Oberbürgermeister Jürgen Roters, der zugleich Vorsitzender des Aufsichtsrates der Koelnmesse ist. Er hob die Vorzüge der Stadt und des Rheinlands ähnlich hervor wie anschließend der Rheinländer Westerwelle.

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