Die Mischung macht’s
Nina-Marie Janssen, Product Managerin Geflügel bei Iglo
Nina-Marie Janssen
Foto: Bostelmann
LZnet/moh. Wenn Nina-Marie Janssen von ihrer Arbeit bei Iglo erzählt, merkt der Zuhörer schnell, mit wieviel Herz sie bei der Sache ist. Die Hamburgerin ist Produktmanagerin durch und durch. Während ihres internationalen BWL-Studiums durchlief sie verschiedene Branchen, machte Praktika bei Rewe, Peek&Cloppenburg sowie Kraft Foods.
"Mich fasziniert es, ein Produkt von der Idee über die Konzeption bis zur Markteinführung zu begleiten", begründet Janssen ihre Entscheidung für eine Karriere in der Lebensmittelindustrie.
Den Berufseinstieg schaffte sie bei Schwartau. Flache Hierarchien, schnell Verantwortung übernehmen, die enge Zusammenarbeit mit dem Vertrieb – das Alles überzeugte die heute 29-Jährige von Anfang an. 2010 erfolgte der Wechsel zu Iglo, ein ganz bewusster Schritt der Jungmanagerin: "Als Bestandteil eines europäischen Tiefkühlunternehmens bietet Iglo anspruchsvolle Aufgaben im internationalen Umfeld."
Nach wenigen Monaten im Fischbereich des TK-Anbieters übernahm sie die Geflügelsparte. "Der Wechsel war eine Herausforderung und für mich die Chance, das Geflügelsortiment als drittes Standbein bei Iglo strategisch mit Kollegen aufzubauen", führt Janssen aus. Bei ihrer täglichen Arbeit sind sowohl Kreativität als auch Analysefähigkeiten gefragt. Für die Diplomkauffrau keinesfalls Gegensätze, sondern eine "gute Mischung".
Eine Passion für das Thema Nachhaltigkeit entdeckte die Förderpreisträgerin bereits in ihrer Zeit bei Schwartau. Dort kreierte sie eine nachhaltige Produktreihe. Bei Iglo weitete Janssen ihr Engagement aus und gründete zusammen mit Kollegen das Projekt "Iglo-Akademie".
Die Initiative umfasst drei Pfeiler – der Austausch zwischen den Mitarbeitern, der Aufbau von Hochschulkooperationen sowie die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Industrie.
Für die beiden zuletzt genannten Bausteine ist die Jungmanagerin zuständig. "Mir ist der Austausch mit der Wissenschaft sehr wichtig, um andere Ansichten und Herangehensweisen kennen zu lernen." Selbst in ihrer knappen Freizeit ist das tatkräftige Talent für die Initiative aktiv. Zukünftig will Janssen verstärkt berufsbegleitende Managementseminare absolvieren. Das Förderpreisgeld der Stiftung Goldener Zuckerhut kommt ihr deshalb sehr gelegen.
Als bereichernd empfindet Janssen den Kontakt zu anderen Kulturen. So hat sie sich zum Ziel gesetzt, jedes Jahr ein neues Land zu bereisen. Erste spannende Erfahrungen in fernen Ländern konnte sie bereits während ihres Studiums in Hongkong sammeln. In China teilte sie sich eine acht Quadratmeter große Wohnung mit einer Asiatin.
Dabei hat sie viel gelernt: "Es war sehr beeindruckend zu erkennen, wie unterschiedlich Menschen Dinge anpacken, aber dennoch am Ende ein ähnliches Ergebnis herauskommt." Für ihre Arbeit sind diese Erfahrungen von großem Nutzen. Auch wenn sie beruflich keine "Weltumseglerin" ist, schaut sie gerne über den Tellerrand. Aktuell ist sie in ein international ausgerichtetes Chicken-Nugget-Projekt eingebunden.
Das ist keine einfache Sache, denn die Geschmäcker in den verschiedenen Ländern sind oft sehr verschieden. Doch Janssen liebt die Herausforderung. Die konstruktive Auseinandersetzung mit Positionen und Meinungen mit Kollegen anderer Nationalitäten macht den Reiz der Sache aus. Gerade deshalb ist das, was sie tut, für sie ohne Einschränkung ein Traumjob.