Freitag, 25. Mai 2012

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Zielstrebiger Macher

Freitag, 06.11.2009

Von Daniela Rück
LZ|NET. Rewe-Zentrale in Köln. Nach Bekanntgabe der Förderpreisgewinner erhält Michel Podschun postwendend eine Einladung vom Discount-Chef Armin Rehberg. "Das hätte ich mir nicht träumen lassen", schwärmt der junge Marktleiter bei Penny in Leipzig. Seine Augen glänzen.

Der Blick hinter der pfiffigen Brille verrät: Ich bin stolz. Bereits mit 23 Jahren versteht er viel von der spannenden Discount-Welt. Infiziert hat sich der drahtig wirkende Händler während einer Ausbildung zum Aldi-Verkäufer.

Da ist er gerade 16. Doch Penny reizt den bekennenden Fußball-Fan mehr. Seiner Meinung nach gibt es dort bessere Aufstiegschancen. Danach nimmt er Tempo auf: 2005 Lehre zum Einzelhandelskaufmann, danach wird er stellvertretender Marktleiter. Seit drei Jahren ist er Chef einer Penny-Filiale.

Volle Rückendeckung

Michel Podschun
Michel Podschun
Seine Hauptaufgaben liegen in der Koordination der täglich anfallenden Arbeitsabläufe wie die bedarfsgerechte Bestellung von Obst & Gemüse, die Layout-Veränderung bei Neu- und Auslistungen und die korrekte Warenplatzierung. Darüber hinaus muss er für eine ständige Warenverfügbarkeit sorgen, er führt Inventuren durch und erstellt Dienstpläne.

Bei der Einarbeitung hat dem nicht müde werdenden Energiebündel sein Bezirksleiter geholfen, der einmal pro Woche in die Filiale vorbeischaut, das Tagesgeschäft bespricht und vor allem als Mentor zur Verfügung steht. "Da habe ich die volle Rückendeckung", hebt Podschun hervor.

Podschun erhält Gelegenheit, über den eigenen Tellerrand hinauszusehen. Der Penny-Manager erlebt dabei auch Rewe-Chef Alain Caparros als Redner bei einer Veranstaltung. "Ein sehr sympathischer Mensch", stellt der Preisträger unverblümt fest.

Auch sonst ist das Talent sehr rege und mit viel Tatendrang auch außerhalb des Marktes im Einsatz. Bei der Übernahme der 328 Plus-Filialen stellt er sich einer neuen Herausforderung. Als Marktleiter-Trainer bringt er den ehemaligen Plus-Filialleitern das geschlossene Penny-Warenwirtschaftssystem näher.

"Ich bin offen für alles"

Podschun erinnert sich gern an spannende Seminare, wo ihn einmal ein bekannter Motivationstrainer begeistert. Und er denkt gerne an die thematisierte Penny-Historie "Von der Wende bis heute" zurück, bei der der junge Mann mit Kollegen die in all den Jahren immer wieder veränderte Berufsbekleidung coram publico präsentierte.

Zusätzlich nutzt er die Gelegenheit, an den Fotoaufnahmen für die Werbekampagne auf der Homepage "Ausbildung bei Penny" mitzuwirken. "Ich bin offen für alles", sagt Podschun, dem seine Einsatzbereitschaft anzumerken ist. Gut so, denn die Aufgaben dürften ihn weiter fordern.

Der angehende Familienvater möchte zunächst 2010 die Ausbildereignungsprüfung ablegen und danach mit dem Preisgeld seinen Handelsfachwirt machen. Das betriebswirtschaftliche Grundwissen braucht er für die Position des Bezirksleiters.

"Das ist definitiv der nächste Schritt", sagt er. Die Weichen für das berufliche Weiterkommen im Unternehmen sind gestellt. Und derzeit sieht alles danach aus, als würde Podschun seinen Weg zielstrebig fortsetzen.

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