Zielstrebiger Macher
Von Daniela Rück
LZ|NET. Rewe-Zentrale in Köln. Nach Bekanntgabe der
Förderpreisgewinner erhält Michel Podschun postwendend eine
Einladung vom Discount-Chef Armin Rehberg. "Das hätte ich mir nicht
träumen lassen", schwärmt der junge Marktleiter bei Penny in
Leipzig. Seine Augen glänzen.
Der Blick hinter der pfiffigen
Brille verrät: Ich bin stolz. Bereits mit 23 Jahren versteht er
viel von der spannenden Discount-Welt. Infiziert hat sich der
drahtig wirkende Händler während einer Ausbildung zum
Aldi-Verkäufer.
Da ist er gerade 16. Doch Penny reizt den
bekennenden Fußball-Fan mehr. Seiner Meinung nach gibt es dort
bessere Aufstiegschancen. Danach nimmt er Tempo auf: 2005 Lehre zum
Einzelhandelskaufmann, danach wird er stellvertretender
Marktleiter. Seit drei Jahren ist er Chef einer Penny-Filiale.
Michel Podschun
Seine
Hauptaufgaben liegen in der Koordination der täglich anfallenden
Arbeitsabläufe wie die bedarfsgerechte Bestellung von
Obst & Gemüse, die Layout-Veränderung bei Neu- und
Auslistungen und die korrekte Warenplatzierung. Darüber hinaus muss
er für eine ständige Warenverfügbarkeit sorgen, er führt Inventuren
durch und erstellt Dienstpläne.
Bei der Einarbeitung hat dem
nicht müde werdenden Energiebündel sein Bezirksleiter geholfen, der
einmal pro Woche in die Filiale vorbeischaut, das Tagesgeschäft
bespricht und vor allem als Mentor zur Verfügung steht. "Da habe
ich die volle Rückendeckung", hebt Podschun hervor.
Podschun
erhält Gelegenheit, über den eigenen Tellerrand hinauszusehen. Der
Penny-Manager erlebt dabei auch Rewe-Chef Alain Caparros als Redner
bei einer Veranstaltung. "Ein sehr sympathischer Mensch", stellt
der Preisträger unverblümt fest.
Auch sonst ist das Talent
sehr rege und mit viel Tatendrang auch außerhalb des Marktes im
Einsatz. Bei der Übernahme der 328 Plus-Filialen stellt er sich
einer neuen Herausforderung. Als Marktleiter-Trainer bringt er den
ehemaligen Plus-Filialleitern das geschlossene
Penny-Warenwirtschaftssystem näher. Podschun erinnert sich gern an spannende Seminare, wo ihn
einmal ein bekannter Motivationstrainer begeistert. Und er denkt
gerne an die thematisierte Penny-Historie "Von der Wende bis heute"
zurück, bei der der junge Mann mit Kollegen die in all den Jahren
immer wieder veränderte Berufsbekleidung coram publico
präsentierte.
Zusätzlich nutzt er die Gelegenheit, an den
Fotoaufnahmen für die Werbekampagne auf der Homepage "Ausbildung
bei Penny" mitzuwirken. "Ich bin offen für alles", sagt Podschun,
dem seine Einsatzbereitschaft anzumerken ist. Gut so, denn die
Aufgaben dürften ihn weiter fordern.
Der angehende
Familienvater möchte zunächst 2010 die Ausbildereignungsprüfung
ablegen und danach mit dem Preisgeld seinen Handelsfachwirt machen.
Das betriebswirtschaftliche Grundwissen braucht er für die Position
des Bezirksleiters.
"Das ist definitiv der nächste Schritt",
sagt er. Die Weichen für das berufliche Weiterkommen im Unternehmen
sind gestellt. Und derzeit sieht alles danach aus, als würde
Podschun seinen Weg zielstrebig fortsetzen.