Freitag, 25. Mai 2012

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Ganz auf Rewe eingestellt

Freitag, 05.11.2010

Sandra Rieth, Filialleiterin Rewe Aupperle
Sandra Rieth
Sandra Rieth
Foto: Bert Bostelmann
LZnet/acm. Sandra Rienth ist von Kopf bis Fuß auf Rewe eingestellt. Und das ist nicht zu übersehen: Die Filialleiterin des Rewe-Kaufmanns Aupperle aus dem Stuttgarter Umland trägt zu knallroten Schuhen ein Halstuch sowie eine Bluse in der Signalfarbe des Kölner Handelskonzerns. "Ich identifiziere mich mit Rewe", erklärt die Jungmanagerin, "denn dieses Unternehmen hat mir Chancen zum Wachsen gegeben."

Dies hört Alain Caparros sicherlich gern. Der Vorstandschef gratulierte Sandra Rienth bereits 2009, als die Rewe-Nachwuchsförderung sie als eine der besten Marktmanagerinnen auszeichnete. Die 27-jährige Schwäbin ist ein hoffnungsvolles Nachwuchstalent der Gruppe.

Sie träumt davon, eines Tages als Partnerkauffrau Akzente zu setzen. Ihr Chef und Mentor Fritz Aupperle traut ihr ebenfalls eine Karriere im Filialbereich zu.

Allroundtalent mit Menschenkenntnis

Denn Rienth kann gut auf Menschen zugehen und weiß, wie viele verschiedene Facetten und Aufgaben der Handel zu bieten hat: "Die Arbeit im LEH wird oft unterschätzt. Dabei muss man schon fast ein Allroundtalent sein."

Ob Käsetheke, Kasse oder Sortimentsarbeit, Rienth zieht es auf die Verkaufsfläche. In ihrem kleinen Marktbüro vergräbt sie sich nicht: "Ich brauche den Kontakt zu den Kunden." Und diese kennt sie häufig auch mit Namen.

Rienth hat den Job von der Pike auf gelernt: "Alles begann im Freibadkiosk." Während der Schulferien jobbt sie dort und kommt so mit dem Handel in Berührung. Ihre Chefin bringt sie auf die Idee, eine Ausbildung zur Kauffrau bei dem Rewe-Händler Aupperle in Fellbach zu machen.

Für ihren Beruf hat sie auch Umwege in Kauf genommen. Nach der Ausbildung wirbt sie ein Feinkost-Großhändler in Stuttgart ab. Die Schwäbin bleibt dort nicht lange. "Ich wollte mal die andere Seite sehen, doch mir haben die Menschen auf der Fläche gefehlt", sagt die heutige Marktleiterin.

Fritz Aupperle hatte es ihr schon vorher prophezeit und nahm sie gerne wieder in einer seiner fünf Filialen auf. Allerdings muss Rienth dort am Anfang kleine Brötchen backen – sie startet wieder an der Kasse.

Schon nach kurzer Zeit arbeitet sie sich hoch, übernimmt die Serviceabteilung, wird 2008 schließlich stellvertretende und ein Jahr später Filialleiterin. Doch die Praxis allein reicht ihr nicht.

Gleichzeitig bildet sich die Nachwuchskraft zur Handelsfachwirtin weiter, absolviert eine Marktmanager-Ausbildung und hängt nun den Betriebswirt dran. In diese Ausbildung, die sie nebenbei an der Abendschule absolvieren möchte, investiert Rienth das Preisträger-Geld.

Freiraum und Eigeninitiative

Sandra Rienth engagiert sich gern. Die junge Marktleiterin ist entscheidungsfreudig, will auch die "Eigeninitiative ihrer Mitarbeiter ankurbeln" und hat Lust auf neue Ideen. Die setzt sie beispielsweise an der Obst- und Gemüsetheke um. Bei Rewe-Aupperle ist dies eine der Spielwiesen für Regionalität.

Der Rewe-Händler führt mit seinem Konzept "Total regional" eines der größten Sortimente mit diesem Fokus in der Handelsgruppe und hat auch eine entsprechende Weinpalette anzubieten. Damit ist Rienth ebenfalls erfolgreich und steigerte die Umsätze ihres Marktes in den vergangenen beiden Jahren um 5,6 beziehungsweise 4,7 Prozent.

Ihre "geheimen Zutaten" für den Job nennt sie "Willensstärke, Disziplin und Atmosphäre". Und sie tut immer mehr, als sie tun muss. "Eigentlich fühle ich mich schon jetzt fast wie eine Selbstständige, denn Herr Aupperle gibt mir Freiraum und fördert mich", sagt Rienth.

Sie ist eine zupackende Kreative. Schon ihre Bewerbung für den Förderpreis des Zuckerhutes ist erfrischend – in Form eines liebevoll gestalteten Kochbuches mit Rezept, Vita, vielen Bildern und einem beigelegten Kochlöffel. Damit stellt Rienth auch eines ihrer Hobbies vor: Von ihrer Oma hat sie das Kochen gelernt. Natürlich am liebsten schwäbisch.

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