Mit viel Herz auf Schokotour
Stephan Zaum, Key-Account-Manager bei Ferrero
Stephan Zaum
Foto: Bostelmann
LZnet/lks. Das Verkaufstalent wurde Stephan Zaum offenbar in die Wiege gelegt. Die Begeisterung, mit der der 27-Jährige den Geschmack frischer Mon-Chéri-Pralinen anpreist, wirkt ansteckend. Selbst Zuhörern, die üblicherweise Naschwerk mit hochprozentiger Kirschfüllung weniger zugeneigt sind, verspüren plötzlich Lust, einen der knackigen Schokoladenwürfel zu verspeisen. Da versteht augenscheinlich jemand etwas von seinem Handwerk.
Im Hinblick auf seine aktuelle Tätigkeit beim Süßwarenspezialisten Ferrero kommt Zaum sein verkäuferisches Geschick sicherlich zugute. Auch wenn das Nachwuchstalent seine Aufgabe als Key-Account-Manager für die Edeka-Handelsgesellschaft Rhein-Ruhr weit über den klassischen Vertrieb hinaus definiert.
"Es ist neben kommunikativen Fähigkeiten auch eine strategische Denkweise und ein ausgeprägtes Analysevermögen gefordert", sagt der gebürtige Rheinländer. Nur so könnten Handel und Industrie im Category-Management die gemeinsamen Ziele erreichen und Wertschöpfung für beide Seiten generieren.
In seiner jungen Karriere konnte Zaum bereits intensiv die Denk- und Arbeitsweisen in einem großen Handelsunternehmen kennenlernen. Bei der Wahl des Studienfaches entschied sich der Abiturient für ein praxisorientiertes, duales Studium des Handelsmanagements in Kooperation mit der Rewe Group.
Die sechs obligatorischen Praxisphasen während der Hochschulzeit absolvierte der Nachwuchspreisträger in verschiedenen Bereichen der Gruppe. Neben vier Hospitanzen in der Kölner Zentrale konnte der engagierte Werkstudent international Erfahrungen in Wien und Moskau sammeln. "Durch die praktischen Einblicke ist mir klar geworden, dass ich meine Vertriebslaufbahn nicht im Handel, sondern in der Industrie fortsetzen möchte", sagt Zaum.
Ferrero übte durch die hohe Expertise für Vertriebsthemen und das einzigartige Produktportfolio eine besondere Faszination auf den Diplom-Kaufmann aus. In einem 18-monatigen Trainee-Programm lernte er die Arbeit im Außendienst, die besondere Philosophie des Unternehmens und sogar die Abläufe am Band in einer Fabrik kennen.
Ein besonderes Glanzlicht der Ausbildung war der Aufenthalt in der Konzernzentrale in Alba. "Um die Kultur von Ferrero zu begreifen, muss man die Strahlkraft der Familie und der italienischen Zentrale verstehen", so Zaum. Gerade der Zusammenhalt und das Gemeinschaftsgefühl unter den Mitarbeitern imponieren ihm. Zaum selbst trifft sich als unternehmungslustiger Genussmensch in seiner Freizeit regelmäßig mit Kollegen zum Badmintonspielen.
Nicht nur aus diesem Grund möchte der Nachwuchsmann im Familienunternehmen noch viele weitere Karrierestufen erklimmen. "Mein mittelfristiges Ziel ist es, als nationaler Key-Account-Manager noch umfassender Verantwortung für einen Handelskunden zu übernehmen", sagt er. Sein Fördergeld der Stiftung Goldener Zuckerhut will er deshalb für eine praxisnahe Zertifikation an der European Business School einsetzen. Das Programm Strategisches Account-Management soll dem 27-Jährigen wertvolle Methoden zur Steuerung komplexer Kundenbeziehungen vermitteln. Und ihn gezielt dabei unterstützen, langfristig Führungsverantwortung im Vertrieb von Ferrero übernehmen zu können.