Freitag, 25. Mai 2012

mail mail mail Schwerpunkt: Anuga 2011

Tierschützer protestieren auf der Anuga

Dienstag, 11.10.2011

LZnet/ub. Die weltweit größte Lebensmittelmesse trägt nicht mehr zur Verbreitung von Stopfleberprodukten bei, hieß es im Vorfeld der Anuga. Die Artikel seien aus dem Warenverzeichnis gestrichen. Dennoch fand sich bei mehreren Messeausstellern aus Frankreich, Ungarn und Bulgarien die als Delikatesse geltende Foie Gras vor.

Das rief  den massiven Protest der Tierschützer hervor.  Die Aktivisten von "Vier Pfoten" belagerten 30 Stunden lang den Messeeingang, um ihre Kritik an den Fettleberprodukten loszuwerden. Foie Gras sei keine Delikatesse, sondern die Diagnose einer Krankheit, so ihr Argument. Sie könne nur erzeugt werden, indem man die Tiere durch maßloses Überfüttern quäle.

"Es ist ein Skandal, dass die Produktion in Deutschland zwar verboten ist, gleichzeitig aber auf der Anuga für dieses Tierqualprodukt geworben wird", empört sich Kampagnenleiterin Dr. Martina Stephany von Vier Pfoten.

Hersteller wie der französische Geflügelhalter Feyel-Artzner wiederum verstehen nicht, warum sie ihre Foie-Gras-Artikel nicht anbieten sollen. Schließlich sei das Mästen mit Stopftrichtern in ihrem Land nicht verboten. Der Import und Verkauf der Gänse- und Entenstopfleber müsse demnach auch in Deutschland möglich sein.


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