Top-Marke in der Kategorie Frische
LZnet. "Saulecker" findet Jörg Pilawa seine Geflügelleberwurst-Schnitte. Auch wenn Huhn statt Schwein gemeint ist – Hauptsache frisch und mit großer Fachkompetenz hergestellt, so die augenzwinkernde Botschaft des prominenten TV-Moderators. Bewusst hat Rügenwalder den schlanken ARD-Mann als genussorientiertes und naturverbundenes Testimonial im Frische-Segment positioniert.
Dort wo der Verbraucher oft mehrmals wöchentlich seinen Bedarf an Milch, Butter, Joghurt sowie Wurst und Käse deckt, spielen konservative Werte wie die Nähe zur Natur, Nachhaltigkeit und Handwerkskunst eine ebenso große Rolle wie die Lust am Genuss. In keiner anderen Warengruppe sind laut GfK so durchweg hohe Zuwächse im vergangenen Jahr erzielt worden wie bei der Frische.
So hat die Molkerei Ehrmann mit ihrem Grand Dessert über 1,6 Millionen Käuferhaushalte 2010 hinzu gewonnen, bei Kraft Philadelphia sind es mehr als 1,1 Millionen, bei Danone und seinem Joghurt Fantasia sogar fast 4 Millionen. Und wenn Rügenwalder es mit seiner SB-Geflügelwurst auf über 1,6 Millionen neue Konsumenten bringt, schafft es Ponnath – die "Meistermetzgerei" – bei der Nicht-Geflügelwurst in SB auf mehr als 2,3 Millionen.
Markenimage und Transparenz beim Herstellungsprozess bestimmen die Wahl der Frische-Produkte. Den Geschmack der Konsumenten auf den Punkt genau zu treffen, ist eine große Herausforderung für die Hersteller. Denn in beinahe allen Frische-Bereichen hat der Verbraucher die Riesenauswahl. Dass Landliebe und Kerrygold mit Zuwächsen von knapp 1,4 beziehungsweise 2,8 Millionen neuen Käufern punkten können, mag auf den ersten Blick verblüffen.
Doch konsequente Markenbildung führt auch im Butter- und Mischfett-Sortiment zum Erfolg, wie man sieht. Mit einem Marktanteilszuwachs von 21,5 Prozent kann Kerrygold für sich sogar den höchsten Wert innerhalb der Liste der Top-100 reklamieren. Und Milkana weist diskret darauf hin, schon zum dritten Mal zum Kreis der hundert Erfolgreichsten zu zählen.