Solide Basis für eine Auszeichnung
Mit der Top-Marke kürt die Lebensmittel Zeitung die Sieger in 100 Warengruppen. Die Kriterien sind transparent und nachprüfbar / Von H. Waas und M. Beckmann
LZ|NET. Warum eine weitere Branchenauszeichnung? Die Frage ist
schnell beantwortet. Weil es in Deutschland noch keine einzige
gibt, die nachhaltige Marketingleistungen in dieser Weise seriös
würdigt.
Es existiert nichts, was sich an harten, nachprüfbaren
Fakten messen lässt. Das, was an Preisen verliehen wird, ist
entweder das Ergebnis einer Jury - also subjektiver Einschätzungen
- oder beruht auf Konsumenten- bzw. Handelsbefragungen. Keine
wirklich harte Währung. Das wollte die Lebensmittel Zeitung ändern
und schuf im Jahr 2008 die Auszeichnung Top-Marke. Die Basis für die
Top-Marke ist das GfK Verbraucherpanel, das 20.000 Haushalte
umfasst. In den Warengruppen Süßwaren und Kosmetik wird darüber
hinaus noch ein Panel von 5.000 Individualkäufern herangezogen.
Es ist die größte Stichprobe der Konsumforschung, die 39
Millionen private Haushalte in Deutschland repräsentiert. Dieses
Panel ist wiederum die Grundlage für die größte Datenbank, die man
für die Top-Marken heranziehen kann. Und die Kriterien? Wie wird man zur Top-Marke der
Lebensmittel Zeitung? Zunächst einmal müssen sich die Produktmarken
schon eine gewisse Zeit behauptet haben. Eine Käuferreichweite von
einem Prozent - und das bereits im Vorjahr - ist die definierte
Eintrittsbarriere. Damit haben Eintagsfliegen keine Chance. Und das
ist auch gut so. Schließlich ist bekannt, dass rund siebzig Prozent
aller Innovationen innerhalb des ersten Jahres wieder aus dem Regal
verschwinden. Mindestens
ein Prozent aller Haushalte müssen die Produktmarke gekauft haben.
Das stellt eine relevante Größe bzw. Bekanntheit der
berücksichtigten ca. 5.000 Produktmarken sicher. Betrachtet wurden
für die Top Marke 2009 die Jahre 2007 und 2008.
Excel-Tabellen, mit denen man Fußballfelder hätte auslegen können,
werden geprüft, verglichen und ausgewertet. Am Ende steht ein
Marktanteilsvergleich aller berücksichtigten Produktmarken. Und
zwar geclustert nach der Warengruppeneinteilung der GfK, um nicht
Äpfel mit Birnen zu vergleichen.
Aus mehr als 300 Segmenten
wurden von den Bereichsverantwortlichen der GfK die 100
Warengruppen herausgefiltert, die aufgrund ihrer Marktbedeutung und
-bewegung prämiert werden müssen.
Diese hundert sind nun also
die Besten. Sie zeichnen sich durch den höchsten
Marktanteilszugewinn bei gleichzeitig positiver Umsatzentwicklung
in der entsprechenden Warengruppe aus. Eine hervorragende,
ganzheitliche Marketingleistung.
Die Bekanntgabe der Gewinner
findet im LZ Spezial 2/2009 statt, das am 26. Juni 2009
(Anzeigenschluss: 25. Mai 2009) erscheinen wird.