"Die Top-Marke spiegelt die Dynamik in den Sortimenten"
Peter Esser, Bereichsgeschäftsführer der LZ
LZ|NET/cd. Auch dieses Jahr zeichnet die Lebensmittel Zeitung die
erfolgreichsten Markenartikel im LEH aus. "Top-Marke 2009" sind die
Renner am POS aus einhundert Warengruppen. Sie konnten ihren
Marktanteil 2008, verglichen mit 2007, prozentual am stärksten
steigern. Die Käuferreichweite muss bei mindestens 1 Prozent
liegen.
Kooperationspartner der LZ ist wie im letzten Jahr die
GfK. In einem LZ Spezial werden alle Gewinner porträtiert. Die
Ausgabe "Top-Marke 2009" erscheint am 26. Juni und kann per
E-Mail vorbestellt werden:
niklas.lang@lz-net.de.
Lebensmittel
Zeitung: Herr Esser, die Top-Marken-Gewinner 2009 wurden
bereits informiert. Gibt es schon erste Reaktionen?
Peter Esser: Erst einmal möchte ich den Gewinnern auch von
dieser Stelle ganz herzlich gratulieren! Wir haben inzwischen schon
eine Menge positiver Resonanz auf die aktuelle Verleihung erhalten.
Das Signet wird von den Siegerunternehmen rege nachgefragt. Man
sieht: Die Top-Marke ist in der Konsumgüterbranche mittlerweile
eine gelernte Größe.
LZ: Welche Signalwirkung hat
die Auszeichnung für den Handel? Esser: Wir küren
hier keine Strohfeuer, und es gibt bei dieser Auszeichnung
keinerlei Willkür. Nachprüfbare GfK-Daten lassen schließlich keine
Interpretationsspielräume zu. Dadurch bietet die Top-Marke für den
Handel und seine Sortimentsgestaltung eine klare Orientierung.
LZ: Hat sich die Partnerschaft mit der GfK bewährt?
Esser: Auf jeden Fall. Mit den Panels der Nürnberger
Marktforscher steht eine in Deutschland einmalige Datenbasis als
Grundlage zur Verfügung. Wir haben überdies die Kriterien im
Vergleich zum letzten Jahr noch einmal verschärft. So muss die
Käuferreichweite jetzt bei einem statt wie bisher einem halben
Prozent liegen. Das bringt eine noch höhere Relevanz.
LZ: Nur 16 der insgesamt hundert diesjährigen Gewinner
sind schon zum zweiten Mal unter den Besten. Haben Sie mit so viel
Bewegung gerechnet? Esser: Das spiegelt die Dynamik
in den Sortimenten. Es geht ja nicht um die Größten, was ziemlich
langweilig wäre. Sondern um die Renner am POS, die ihren
Marktanteil ausgebaut haben. Mit anderen Worten: Wer etwas für
seine Marke tut, wird belohnt. Und diejenigen, die bereits zum
zweiten Mal gewonnen haben, stellen damit unter Beweis, dass sich
ein langer Atem bei der Markenpflege auszahlt.
LZ:Top-Marken müssen 2007 und 2008 am Markt gewesen sein.
Haben Innovationen dabei überhaupt eine Chance?
Esser: Sicher, sofern sie sich durchsetzen können. Das sieht
man im Übrigen auch bei den aktuellen Siegern. Betrachten Sie doch
einmal die Kategorie "Smoothies" - ohne Frage ein höchst
innovatives Segment. In diesem Jahr haben wir auch hier einen
Gewinner ausgezeichnet. Wen, das wird noch nicht verraten.