Top-Marken in der Kategorie Tiefkühlkost
LZnet. Im April dieses Jahres hatte das Deutsche Tiefkühlinstitut (DTI) etwas Positives zu vermelden: Erstmalig sei die "magische 40-kg-Schallmauer" beim Pro-Kopf-Verbrauch durchbrochen worden. Im Vergleich zum Wert vor 30 Jahren hat sich die Menge fast verdreifacht. Klarer Sieger im LEH: die Pizza. Mit 5,1 Prozent mehr Absatz scheint der Markt des italienischen TK-Klassikers bisher nicht gesättigt.
Gefolgt wird der Spitzenreiter von den Backwaren, die mit plus 3,3 Prozent 2010 als erfolgreiches Jahr verbuchen können. Während der Gesamtmarkt auch umsatzmäßig von der Steigerung profitierte, sieht die Situation im LEH anders aus: Durch das starke Aktionsgeschäft wurde mit 6,72 Mrd. Euro 0,3 Prozent weniger umgesetzt als im Vorjahr.
Schuld, so das DTI, sei auch die angespannte Preissituation. Eins ist klar: Die Tiefkühltruhen sind stark umkämpfte Angebotsflächen. Der Platz ist begrenzt: Ein neues Produkt verdrängt meist ein anderes. Ein weiteres Problem der Hersteller: TK-Ware ist als Klima-Killer verschrien. Deswegen hat das DTI jüngst eine Studie beim Öko-Institut in Auftrag gegeben, um den "Status Quo" festzustellen.
Die ersten Ergebnisse der Studie: TK-Brötchen verursachen in etwa die gleiche Menge an CO
2 wie ungekühlte Aufbackbrötchen. Die Gesamtergebnisse von fünf Produktkategorien sollen 2012 feststehen. Bereits vor 70 Jahren ging die Tiefkühltruhenproduktion in Deutschland in Serie, der Durchbruch der TK-Ware kam aber erst mit der Anuga 1955.
Zwei Jahre später befanden sich zwei Produkte in den Handelstruhen, die dort nach wie vor fester Bestandteil sind: Fischstäbchen und Spinat. Auch wenn bei den diesjährigen Top-Marken weder Fisch noch Gemüse vertreten sind, finden sich unter den Preisträgern 2011 alte Bekannte. Dr. Oetker, Wagner und Langnese gehören zu den Stammgästen der Kategorie. Neueingereiht haben sich hingegen die Kuchen von Almondy.