Kommentar Cordes sucht Befreiungsschlag

Ganz eindeutig sind sie wieder einmal nicht, die Signale, die Metro-Chef Eckhard Cordes in dieser Woche in die große weite Welt sendet. Mit Blick auf den pompös in Szene gesetzten Konzernumbau jedenfalls setzt jetzt das große Rätselraten ein. Trotz der vielen schönen Worte um die hohe Bedeutung des C+C-Geschäftes, um die Fortsetzung von Shape 2012, um Verschlankung, Effizienz und Kundennähe bleiben viele Fragen, die sich aufdrängen, weitgehend unbeantwortet: Was soll das alles? Und warum gerade jetzt? Gibt es einen tieferen Sinn? Welcher ist das? Wem fühlt sich der Vorstandsvorsitzende verantwortlich? Geht es ihm primär um die Aktionäre oder um den Mehrheitsgesellschafter Haniel? Geht es ihm um das Unternehmen und seine Mitarbeiter? Läutet die Zusammenlegung der Führungs- und Verwaltungsfunktionen von Metro C+C mit der Konzernmutter den Anfang vom Ende der Metro-Group ein? Getreu dem alten Drehbuch, wonach außer dem Kerngeschäft C+C alle Vertriebslinien abgestoßen werden sollen, um den Rest dann bei Haniel zu integrieren?

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