Dornseifer Karriere nach der Lehre

von Christiane Düthmann
Freitag, 23. April 2010
Investitionen in die betriebliche Ausbildung des Nachwuchses zahlen sich für Dornseifer aus. Elf seiner zwanzig Rewe-Standorte werden von Marktleitern aus den eigenen Reihen geführt.
"Ich gehöre auch zu unseren Eigengewächsen", sagt Oliver Kluth über sich. Und dabei wollte der 25-Jährige, der seit zwei Jahren Assistent der Geschäftsleitung der Unternehmensgruppe Dornseifer ist, eigentlich gar nicht in den Handel. "Mein Traumberuf war das nicht", gesteht der Jungmanager freimütig ein, "eher eine Notlösung".

2004 begann Kluth seine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann – und fand "sehr schnell Freude" an seinen Aufgaben und den Chancen, die sein Arbeitgeber ihm offerierte. 2009 gehörte er zu den Preisträgern der Stiftung Goldener Zuckerhut der Lebensmittel Zeitung (lz 45-09).

Kluths Beispiel zeigt: Engagierte Azubis können bei Dornseifer rasch etwas werden. Timo Quitadamo etwa, 22 Jahre alt, hat im Januar 2008 seine Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel abgeschlossen und leitet seit Juli 2008 einen Markt in Olpe. Maike Breuer gilt ebenfalls als Durchstarterin: Die 21-Jährige beendete ihre Ausbildung im Januar 2009 und ist seit März dieses Jahres stellvertretende Marktleiterin im neuesten und größten Outlet des Unternehmens in Siegen-Waldrich.

"Diese und andere Jungtalente wurden schon während der Ausbildungszeit in unserem firmeninternen Nachwuchskräfte-Programm zusätzlich aus- und weitergebildet", erläutert Kluth. Jährlich fördere Dornseifer "fünf bis zehn motivierte Nachwuchskräfte" durch Schulungen und Seminare, um sie "auf weitere Führungsaufgaben vorzubereiten".

Inzwischen werden elf der insgesamt zwanzig Rewe-Super- und Verbrauchermärkte des regionalen Lebensmittelfilialisten von "Eigengewächsen" geleitet, berichtet Kluth. Um seine Azubis anzuspornen und für Bewerber attraktiv zu sein, veranstaltet das Handelsunternehmen in diesem Jahr nun schon zum fünften Mal eine so genannte Azubiwoche. Vom 19. bis 24. April verantworten 56 junge Menschen das Geschehen im 2008 eröffneten Markt in Olpe.

Normalerweise arbeiten dort nur 40 Personen, so dass die Azubis Gelegenheit haben, "innovative und manchmal auch verrückte" Ideen am POS umzusetzen, sagt Kluth. Das motiviere einerseits die Beteiligten und führe außerdem den alten Hasen vor Augen, "was im Handel alles möglich ist". Die Außenwirkung sei ebenfalls nicht zu unterschätzen: "So bleiben wir als Ausbilder im Gespräch."
(cd)

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