Lekkerland Lekkerland positioniert sich neu

von Redaktion LZ
Freitag, 21. Juni 2013
Bernhard Bingenheimer betrachtet HR strategisch.
Lekkerland
Bernhard Bingenheimer betrachtet HR strategisch.
LZnet. Lekkerland positioniert sich als Arbeitgeber. Ende Juni kommt das neue Employer-Branding-Konzept erstmals beim LZ Karrieretag zum Einsatz.
Bei der Suche nach neuen Mitarbeitern steht Lekkerland vor einer besonderen Herausforderung: Da der B2B-Händler keine eigenen Filialen hat, ist der Name weniger bekannt, potenzielle Bewerber unterschätzen die Bedeutung des Unternehmens, und es mangelt an konkreten Vorstellungen über Aufgaben und Arbeitsweise.

Dem tritt das Unternehmen nun aktiv entgegen. Mit seinem Amtsantritt Anfang 2012 hat der neue CEO Michael Hoffmann das Thema Personal in den Fokus gerückt. "HR ist eng mit der Gesamtstrategie verzahnt", berichtet der Europachef für Human Resources, Bernhard Bingenheimer. Vor rund einem Jahr rief er sodann ein gezieltes Employer-Branding-Projekt ins Leben.

Wichtig war es dem verantwortlichen Team, dafür nicht nur eine Kampagne zu entwickeln, sondern zunächst zu analysieren, was Lekkerland als Arbeitgeber ausmacht. Was unterscheidet das Unternehmen von anderen? Wo liegen die Stärken und Optimierunspotenziale? Um diese Fragen beantworten zu können, wurden nicht nur die Mitarbeiter befragt. Darüber hinaus bezog Lekkerland die externe Sicht von rund 1.000 Bewerbern auf das Unternehmen mit ein.

Befragung von Mitarbeitern und Bewerbern

Zusammen mit der Unternehmensberatung Promerit wurde das Datenmaterial verdichtet. Das Ergebnis ist ein 72 Seiten starkes "Brandbook" inklusive einer Employer Value Proposition, die das gemeinsame Grundverständnis als Arbeitgeber beschreibt. "Es hat sich herauskristallisiert, dass der Kern aus drei Elementen besteht: der Vielfalt an Aufgaben, einem Unternehmen, das in Bewegung ist, sowie einer persönlichen Hands-on-Kultur", beschreibt Bingenheimer das Ergebnis.

Er benennt einen zentralen Wert, der mit verschiedenen Perspektiven gültig sei: "Erfolgreich machen." Die Beschäftigten verhelfen den Kunden, dem Unternehmen und sich selbst zum Erfolg. Das Arbeiten sei von proaktivem Handeln, Abwechslung, Teamkultur und Verantwortung geprägt.

Mit der Aussage "Möglich-Macher gesucht" geht das Unternehmen in Kürze auf potenzielle neue Mitarbeiter zu. Das Konzept schließt alle Funktionsbereiche mit ein. Die Marketingaktivitäten werden sich jedoch auf Zielgruppen konzentrieren, die am Arbeitsmarkt rar sind wie beispielsweise IT-Spezialisten, Vertriebsprofis oder auch Fahrer.

Kommunikation über viele Kanäle

Erstmals präsentiert sich Lekkerland beim LZ Karrieretag am 29. Juni brancheninteressierten Studenten und Absolventen. Anschließend folgen weitere Recruitingevents sowie eine Anzeigen- und Kommunikationskampagne. Insbesondere auch über Social-Media-Kanäle wie Xing oder Facebook wollen die Frechener künftig verstärkt auf sich aufmerksam machen.

Um sich möglichst authentisch zu präsentieren, wurden unter den Mitarbeitern 40 Markenbotschafter ausgewählt, die als Testimonials zum Einsatz kommen, ihre Job-Geschichte online erzählen oder als Ansprechpartner bei ausgewählten Veranstaltungen aus der Praxis berichten. "Employer Branding ist bei uns nicht nur eine Aufgabe der HR-Abteilung", sagt Bingenheimer. "Das ist ein Thema für das gesamte Unternehmen."

Dementsprechend sei beispielsweise auch der Bereich Corporate Communications sehr eng in das Projekt eingebunden gewesen. Für das Ansehen der Arbeitgebermarke zähle die interne Kommunikation ebenso wie die externe, ist er überzeugt.

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