Fallstricke

von Redaktion LZ
Freitag, 19. Januar 2007
Seit 18. August 2006 sind im AGG arbeitsrechtliche Maßnahmen unter dem Aspekt möglicher Benachteiligungen zu prüfen: Rasse, ethnische Herkunft, Geschlecht, Religion, Weltanschauung, Behinderung, Alter, sexuelle Identität.



Stellenanzeigen: Offerten dürfen inhaltlich nicht gegen das AGG verstoßen. Verzicht auf Formulierungen wie "Frauen bei gleicher Qualifikation bevorzugt" oder "übliche Bewerbungsunterlagen nebst Lichtbild" - denn: Fotos lassen Rückschlüsse auf Alter bzw. Religionszugehörigkeit (Kopftuch, Turban) zu.

Personalauswahl: Das Auswahlverfahren - auch bei Beförderungen - soll schriftlich begründet und dokumentiert werden.

Personalfragebögen: Sie stehen im Spannungsverhältnis, dienen sie doch der Rechtfertigung unterschiedlicher Behandlung. Fragen nach Schwangerschaft oder Behinderung sind unzulässig. Offen bleibt die Frage nach dem Alter, je nach Job-Profil.

Personalberater: Auch eine Ausgliederung der Bewerberwahl bringt haftungsrechtlich für Arbeitgeber keine Erleichterung.

Gehalt: Vergütung gehört zur Vertragsfreiheit. Empfehlung: Unterschiede bei gleicher Arbeit begründen und die Kriterien offenlegen.

Schutz: Der Arbeitgeber hat seine Mitarbeiter vor Benachteiligungen zu schützen - auch durch Dritte.

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