Akademie für Lebensmittelrecht

von Judit Hillemeyer
Donnerstag, 13. April 2006
Der Verband der Backmittel- und Backgrundstoffhersteller gründet einen Verein zur Förderung der Forschungsstelle für Europäisches und Deutsches Lebens- und Futtermittelrecht an der Philipps-Universität zu Marburg.



Im Herbst diesen Jahres wird der Verein zum ersten Mal eine "Lebensmittelrechtsakademie" durchführen. Diese für Deutschland einmalige Fort- und Weiterbildungsveranstaltung richtet sich sowohl an Studenten als auch an "Praktiker" aus dem Berufsleben und erfolgt in enger Zusammenarbeit mit Professoren des Fachbereichs Rechtswissenschaften der Universität Marburg, Anwälten aus Fachkanzleien und Experten aus Wirtschaftsunternehmen und der Lebensmittelüberwachung.

"Wir sehen uns nicht als Konkurrenz, sondern als Ergänzung zur Forschungsstelle für Europäisches Lebensmittelrecht in Bayreuth", so Amin Werner, Vorsitzender des Fördervereins in Bonn. Ziel der Akademie ist der Aufbau von praxisnaher Fachkompetenz im Lebens- und Futtermittelrecht.

Den Teilnehmern wird ein fundiertes Basiswissen vermittelt, auf dem sie im Berufsleben aufbauen können und das ihnen den Weg durch das Regelungsdickicht der zahlreichen deutschen, europäischen und internationalen Gesetze und Verordnungen erleichtern wird. "Bislang hat es in diesem Segment an gut ausgebildeten Fachkräften gefehlt", sagt Werner.

Ausgerichtet ist die Veranstaltung auf Praktiker aus der Wirtschaft sowie Studenten der Rechtswissenschaften und anderer Fachbereiche wie Agrar- und Ernährungswissenschaften, Chemie, Biologie, Lebensmitteltechnologie und -chemie, Veterinärmedizin.

Der Unterrichtsstoff wird auf drei Wochenblöcke verteilt werden. Ziel ist es, das Qualifizierungs- und Bildungsangebot an der Marburger Universität weiter auszubauen. Weitere Informationen sind im Internet unter www.jura.uni-marburg.de zu finden. (juh)

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