Professionelle Ausbeutung

von Judit Hillemeyer
Freitag, 17. Februar 2006
Ohne eine stattliche Sammlung diverser Praktika haben Hochschulabsolventen heute kaum Chancen, einen Job zu finden. Doch der Berufseinstieg wird dadurch nicht leichter.



Immer mehr Unternehmen stellen stattdessen vermehrt Praktikanten ein, die für wenig Geld professionelle Arbeiten verrichten. Diese Erfahrung machen momentan die meisten Hochschulabsolventen: 97 Prozent fühlen sich im Rahmen ihres Praktikums als billige Arbeitskraft ausgenutzt.

Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage der europäischen Jobbörse Stepstone, die unter mehr als 900 Hochschulabsolventen in Deutschland durchgeführt wurde.

Dabei gibt etwa jeder Fünfte an, dass er zwar ausgenutzt werde, aber Praktika zu wichtig seien, als sich davon abschrecken zu lassen. Lediglich 3 Prozent der Befragten haben nicht das Gefühl, von Unternehmen im Rahmen eines Praktikums als billige Arbeitskraft missbraucht zu werden. (juh)

Schlagworte zu diesem Artikel:

Sie haben Fragen oder Anmerkungen zu diesem Artikel?
Schicken Sie eine Email an die Redaktion.

Hier können Sie die Nutzungsrechte an diesem Artikel erwerben.

Meistgelesen

stats