Arbeit 4.0 Agil macht produktiv

von Silke Biester
Freitag, 21. Oktober 2016
Infolge der Digitalisierung ändern sich auch die Arbeitsweisen. Agilität ist längst nicht mehr nur bei der Softwareentwicklung ein Thema. Sie macht auch andere Unternehmensprozesse produktiver, zeigt eine Studie von Bain.

Agile Methoden kommen in immer mehr Unternehmen zum Einsatz. Sie setzen auf die Geschwindigkeit und Produktivität kleiner abteilungsübergreifender Teams, die mit großer Autonomie im engen Austausch mit Kunden Produkt- und Prozessinnovationen vorantreiben. In ihrer aktuellen Studie "Agile Innovation" erläutert die internationale Managementberatung Bain & Company anhand zahlreicher Beispiele Hintergründe und Konsequenzen dieses Siegeszugs.

Vorteile liegen etwa bei der Beschleunigung interner Prozesse. Die Analyse von 10.000 Projekten habe ergeben, dass sich die Erfolgswahrscheinlichket in agilen Projekten verdreifacht habe. Zudem sei es möglich, die Entwicklungszeit zu halbieren und die Team-Produktivität zu verdoppeln. "Unternehmen schöpfen ihr Innovationspotenzial längst noch nicht aus", betont Christopher Schorling, Agile-Experte bei Bain. "Sie belasten ihre kreativen Köpfe mit zu vielen Meetings, zu vielen gleichzeitig laufenden Projekten, zahllosen Abstimmungsschleifen und überbordenden Dokumentationspflichten."

Für den erfolgreichen Einsatz sei es wichtig, das richtige Verständnis von Agilität zu entwickeln und sinnvolle Anwendungsgebiete festzulegen. Bei Routineaufgaben hätten die Methoden keinen Mehrwert, wohl aber in der Produktentwicklung, Marketing oder strategische Planung. Sinnvoll sei es, mit kleineren Pilotprojekten zu beginnen. Von der gewonnenen Entscheidungsfreiheit begeisterte Mitarbeiter seien die besten Botschafter für die Verbreitung im Unternehmen.

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