Für Frauen zählt Arbeitgeberimage

von Redaktion LZ
Freitag, 30. November 2007
Bei der Arbeitgeberwahl achten Top-Studentinnen vor allem auf das Ansehen des Unternehmens. Auch Kollegialität spielt eine wesentliche Rolle. Bei ihren männlichen Kommilitonen zählt das Produkt.



Auch die Risikofreude bei Bewerbungen könnte unterschiedlicher kaum sein. Männer kontaktierten auch Unternehmen, bei denen sie sich nur geringe Chancen auf einen Arbeitsplatz ausrechnen. Frauen würden sich dagegen nur dann bewerben, wenn sie glauben, ihr Ziel auch erreichen zu können.

Dies sind die Ergebnisse der Umfrage der Unternehmensberatung McKinsey & Company und des Karrierenetzwerks e-fellows.net mit dem Titel "Most Wanted - die Arbeitgeberstudie". Darin äußern sich mehr als 3 000 junge Stipendiaten aller Fachrichtungen zu ihren Berufswünschen sowie den Kriterien für die Arbeitgeberwahl.

Spaß an der Arbeit ist demnach für beide Geschlechter die Grundvoraussetzung für die Bewerbung. Eine ausgewogene Work-Life-Balance und Gehaltssteigerungen seien eher ohne Bedeutung.

Auf deutsche High Potentials übe die Wissenschaft nach wie vor die größte Anziehungskraft aus. Dennoch nehme deren Attraktivität für besonders leistungsfähige Jungakademiker leicht, aber spürbar ab.

Handel und Versicherungen hätten es dagegen schwer. Diese Branchen landen nur im hinteren Feld, obwohl sie "neben Internationalität auch die Möglichkeit bieten, sich in kurzer Zeit weiterzuentwickeln und viel zu lernen", so Christoph Glatzel, Partner im Kölner Büro der Unternehmensberatung.

Große Unterschiede belegt die Auswertung nach Fachrichtungen: Rund ein Drittel der befragten Naturwissenschaftler streben nach dem Diplom zunächst eine universitäre Laufbahn oder eine Promotion an. Von den Studierenden der Medizin und Geisteswissenschaften sind es noch rund 25 Prozent, die ihre Zukunft der Wissenschaft widmen wollen. Bei den Studierenden der Ingenieurs-, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften entscheidet sich dagegen nur jeder Zehnte für eine akademische Karriere.

Bei der Wahl des Arbeitgebers spielen die Empfehlungen von Familie und Bekannten eine große Rolle. An Bedeutung gewinnen Karriereportale im Internet, die das Interesse von so genannten High Potentials für einen möglichen Arbeitgeber wecken. Sie nutzen die Online-Angebote als Informationsbörse. (ju)

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