Arbeitgebermarken weltweit im Wettbewerb

von Redaktion LZ
Freitag, 27. Januar 2012
Welche Arbeitgebermarke ist international attraktiv?
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Welche Arbeitgebermarke ist international attraktiv?
LZnet. Möchte ein Unternehmen im globalen Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter mithalten, ist eine internationale Employer Brand unabdingbar, so eine Studie von Kienbaum Communications.
Für 59 Prozent der Unternehmen ist das Recruiting neuer Mitarbeiter der Hauptgrund, warum sie eine internationale Arbeitgebermarke entwickeln. "In den Schwellenländern ist es zudem wichtig, um Mitarbeiter zu binden", sagt Yara Schiller, Global Business Director Employer Branding bei Kienbaum Communications, und ergänzt: "In Brasilien oder China wechseln Fachkräfte oft schon für 20 Euro den Arbeitgeber."

Rund ein Drittel der befragten Personalleiter gibt an, sich positiv auf dem internationalen Arbeitsmarkt positionieren zu wollen. "Unternehmen, die in Europa seit Jahren zu den Top-Arbeitgebern zählen, sind außerhalb des Kontinents teilweise völlig unbekannt", weiß Schiller.

"Und in den ehemals kommunistischen Ländern stehen globale Unternehmen im Wettbewerb mit Staatsunternehmen, die ihren Mitarbeitern sowohl Sicherheit bieten als auch deren Nationalstolz befriedigen."

China, Indien und Brasielien suchen Professionals

Der weltweit höchste Recruiting-Bedarf besteht in den schnell wachsenden Schwellenländern: Vor allem in China, Indien und Brasilien werden qualifizierte Fach- und Führungskräfte händeringend gesucht. Zu den gefragtesten Positionen auf dem internationalen Arbeitsmarkt zählen derzeit die Bereiche Marketing und Vertrieb, Finanzen und Verwaltung sowie das Ingenieurwesen.

Rund die Hälfte der Unternehmen sieht in diesen qualifizierten Fachkräften ihre Hauptzielgruppe. IT-Spezialisten zählen mit 27 Prozent genauso zu den begehrtesten Berufsgruppen wie Fachkräfte aus Forschung und Entwicklung. Obwohl die Kosten für die Entwicklung, Umsetzung und Pflege einer Employer Brand hoch sind, scheuen 81 Prozent der globalen Unternehmen diese Investition auch mit Hinblick auf eine mögliche Wirtschaftskrise nicht.

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