Globale Traumjobs

von Redaktion LZ
Freitag, 08. Oktober 2010
Die attraktivsten Arbeitgeber international
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Die attraktivsten Arbeitgeber international
LZnet. In der globalen Hitliste der bei Studenten beliebtesten Arbeitgeber (siehe Tabelle unten) landen internationale Markenartikelhersteller auf respektablen Plätzen. Auch bei angehenden Ingenieuren kann die FMCG-Industrie punkten.
Google ist einfach nicht zu toppen. Der Internetriese steht auf Platz eins der internationalen studentischen Arbeitgeberwunschliste von Universum – und zwar gleichermaßen bei angehenden Wirtschaftswissenschaftlern wie Ingenieuren.

Schon 2009, bei der Premiere der Erhebung, führte der Webkonzern das Ranking an. In diesem Jahr hat Universum nahezu 130.000 Studenten in den USA, Japan, China, Deutschland, Frankreich, Italien, Brasilien, Spanien, Kanada, Russland und Indien nach ihren Job-Vorlieben gefragt.

Gute Platzierungen für Markenartikler

In der Business-Edition der soeben veröffentlichten Top 50, also bei den angehenden Ökonomen, machen sich auf den vier folgenden Rängen die großen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften breit. Doch mit Procter & Gamble, Coca-Cola, L’Oréal und Johnson & Johnson sind ihnen bereits an sechster, achter, elfter und vierzehnter Position namhafte Konsumgüterhersteller auf den Fersen.

Auch im Mittelfeld der diesjährigen Bestenliste ist die FMCG-Branche massiv vertreten: Nestlé etwa rangiert auf der 21. Position, Unilever und Pepsico belegen die 26. und 28. Stelle. Mit Ikea, Adidas, Pepsico, Heineken und dem Luxuskonzern LVMH sind zudem gleich fünf Arbeitgeber erstmals mit von der Partie.

Und bis auf Procter – die Markenschmiede aus Cincinnati verteidigt ihren sechsten Platz – sowie Kraft Foods, in beiden Jahren auf Platz 32, haben sich alle Vertreter der Konsumgüterwirtschaft weiter vorn platzieren können.

Steigende Beliebtheit

Insgesamt finden sich zwölf FMCG-Unternehmen innerhalb der Top-50-Arbeitgeber der Wirtschaftswissenschaftler. Beim vergleichbaren deutschen Ranking von Universum, das im Frühjahr 2010 herauskam, sind es zwar sogar dreizehn – doch sie kommen bei den Platzierungen oft wesentlich schlechter weg.

So liegt beispielsweise Procter hierzulande erst auf dem 20. Platz. Coca-Cola folgt an 22. Stelle, Unilever bringt es auf Rang 30. Kraft Foods schafft es mit Platz 49 so gerade noch in die Top 50. L’Oréal dagegen erreicht in beiden Listen eine ansehnliche 11. Position.

Gutes Image auch bei Ingenieuren

Bei den Ingenieuren sind die Unterschiede sogar noch ausgeprägter: Anders als hierzulande hat die FMCG-Branche in den zwölf abgefragten Ländern ein ausgesprochen positives Image: Procter (9), Johnson & Johnson (12), Coca-Cola (15) oder Nestlé (19) landen auf respektablen Plätzen im "Engineering"-Ranking.

Und bis auf Johnson & Johnson, die einen kleinen Rückschlag von der 11. auf die 12. Position hinnehmen mussten, können sich alle Genannten in diesem Jahr in der Studentengunst weiter nach vorn schieben. Kraft Foods rutscht ebenfalls um zwei Plätze hoch und landet auf der 38. Erstmals dabei sind Ikea (35), Adidas (43) und Heineken (48). L’Oréal und Unilever verloren in der Wertschätzung – von Platz 18 in 2009 auf aktuell 29 beziehungsweise von Platz 36 in 2009 auf jetzt 42.

Nachholbedarf in Deutschland

In Deutschland dagegen zeigen die meisten Ingenieurstudenten der Markenartikelbranche die kalte Schulter. Lediglich Procter & Gamble und Nestlé sind im nationalen Top-50-Ranking von Universum überhaupt vertreten. Und können mit ihren Plätzen 42 beziehungsweise 43 von den glänzenden Ergebnissen, die ihre Employer Brands bei den internationalen Kommilitonen erzielen, nur träumen.

Auch die Personalchefs von Kraft Foods (hierzulande auf Platz 58), Unilever (61), Coca-Cola (67) und Johnson & Johnson (97) dürften angesichts der globalen Platzierungen ihrer Unternehmen neidisch werden.

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