Demografischer Wandel Arbeitskräftemangel gefährdet Wohlstand

von Silke Biester
Mittwoch, 03. Juni 2015
Deutschland könnten in 15 Jahren zwischen 5,8 und 7,7 Millionen Arbeitskräfte fehlen. Alle Bundesländer sind von dem Mangel betroffen, der Osten besonders stark. Der Fachkräftemangel wird sich negativ auf Wachstum und Wohlstand auswirken.
Das geht aus der neuen Studie "Die halbierte Generation" der Boston Consulting Group hervor. Den Berechnungen zufolge könnte sich 2030 aufgrund dieser Lücke ein Verlust an Wirtschaftsleistung von rund 410 bis 550 Milliarden Euro ergeben.

Das Wirtschaftswachstum würde von durchschnittlich 1,3 auf 0,5 Prozent pro Jahr drastisch zurückgehen, prognostizieren die Studienmacher und mahnen dringenden Handlungsbedarf in Politik und Wirtschaft an. "Wir brauchen eine langfristige Personalplanung", betont BCG-Senior-Partner Rainer Strack.

"Im Vergleich zur Kapitalseite, bei der kontinuierlich gemessen wird, wie produktiv Eigen- und Fremdkapital eingesetzt werden, sind viele Unternehmen von einer vergleichbaren Betrachtung des ‚Vermögenswertes Mitarbeiter’ noch weit entfernt."

(sb)

Sie haben Fragen oder Anmerkungen zu diesem Artikel?
Schicken Sie eine Email an die Redaktion.

Hier können Sie die Nutzungsrechte an diesem Artikel erwerben.

Meistgelesen

stats