Deutsche suchen lange nach Arbeit

von Judit Hillemeyer
Freitag, 23. Juli 2004
Deutsche sind besonders lange arbeitslos. Jeder zweite Erwerbslose in Deutschland ist im Jahr 2003 länger als ein Jahr auf Arbeitsuche gewesen.



Damit war der Anteil so genannter Langzeiterwerbsloser hier deutlich höher als in den meisten anderen Ländern der Europäischen Union (EU).

Im Durchschnitt der 25 EU-Länder waren knapp 45 Prozent der Erwerbslosen schon über zwölf Monate auf der Suche nach bezahlter Arbeit.

Im Vergleich schneiden die skandinavischen Länder am besten ab: 16 Prozent der schwedischen Erwerbslosen mussten zum Zeitpunkt der Befragung schon länger als ein Jahr nach einem Job suchen, in Dänemark waren es knapp 20 Prozent und in Finnland 21,3 Prozent.

Größer als in Deutschland war der Anteil der Langzeiterwerbslosen in einigen süd- und osteuropäischen Ländern: Zwei Drittel (66,1 Prozent) waren es in der Slowakei.

Weitere Schlusslichter waren Italien (58,1 Prozent), Slowenien (56,6 Prozent), Griechenland (56,3) und Polen (55). Quelle: Statistisches Bundesamt, Wiesbaden. (juh)

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