Amerikaner lernen von Briten

von Judit Hillemeyer
Donnerstag, 23. Dezember 2004
Die Personalpolitik der britischen Wal-Mart-Tochter Asda gilt im Konzern als vorbildhaft. Die amerikanische Muttergesellschaft will von den Briten lernen und das Modell der "Stores of Learning" adaptieren.



In seiner Personal- und Geschäftsführung fungiert der Einzelhandelsfilialist Asda innerhalb des Konzerns als nachahmenswert. "Wir wissen, dass wir unser Geschäft sehr gut machen", erklärte unlängst der Personaldirektor David Smith gegenüber der Tageszeitung "The Independent".

Die Konsumenten nehmen "unsere Produkte an, weil wir Qualität zu einem fairen Preis bieten, und zu unseren Kunden und Angestellten freundlich und höflich sind." Unglückliche Angestellte lächeln nicht und sprechen nicht mit den Kunden, so Smith. "Unsere Mitarbeiter tun das, weil sie gerne arbeiten."

Der Personaldirektor ist davon überzeugt, "dass viele unserer Ideen dazu geführt haben, dass unsere Mitarbeiter eine wachsende Zufriedenheit im Job entwickeln", die vorbildlich für die Wal-Mart-Familie ist.

Hohe Messlatte

So sieht das auch die amerikanische Muttergesellschaft, die aus den USA so genannte Executives nach Großbritannien entsendet, um sich von der Personalführung Asdas überzeugen zu lassen.

Asda habe die Messlatte für die gesamte Wal-Mart-Gruppe nach oben gesetzt, unterstreicht Bryan Miller, Personaldirektor Wal-Mart International. Der Beste zu sein, sei nicht nur eine Frage der Finanzen, sondern auch eine Frage der Teamarbeit. Asda profitiere von einer ausgewogenen Personalpolitik, die sich zwischen Interaktion, Flexibilität und Spaß bewege.

Die britische Gesellschaft hat "Stores of Learning" in ihr Filialnetz integriert. Mitarbeiter durchlaufen acht Wochen lang diese Märkte in einer Kombination aus Praxis und Theorie, um das ideale Store-Level zu erreichen. Dieses Konzept will nun auch Wal-Mart adaptieren. Die deutsche Mal-Mart-Gesellschaft hat das bereits getan - in einem Wuppertaler Markt. (juh)

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