Deutsche Aufsichtsräte zeigen sich selbstbewusst

von Redaktion LZ
Freitag, 10. Februar 2012
LZnet. Hiesige Aufsichtsräte trauen sich sehr gut zu, Risiken zu erkennen. Zu dem Ergebnis kommt die Deloitte-Studie "Director 360°".
Im internationalen Vergleich trauen sich deutsche Aufseher die Einschätzung potenzieller Gefahren für das Unternehmen besonders gut zu (94 Prozent). Sie fühlen sich zudem sehr gut über Marktentwicklung, M&A-Perspektiven und Marktanteile informiert. Dies ist ein Ergebnis der Befragung von 215 Mandatsträgern in zwölf Ländern. Weltweit geben nur 10 Prozent an, nicht in die Gestaltung der Risikobereitschaft ihres Unternehmens eingebunden zu sein, 72 Prozent sehen sich aktiv beteiligt. In Deutschland hat rund ein Viertel der Aufseher keine klare Haltung zu dieser Frage. "Das weist auf eine entsprechend dominante Position der jeweiligen Vorstände hin", interpretieren die Berater.

Ein überdurchschnittlich hoher Prozentsatz der Mandatsträger zeigt sich unzufrieden mit dem Auswahlverfahren neuer Aufsichtsratsmitglieder. In Deutschland sind nur 59 Prozent mit den formalen Kriterien zufrieden. Gleiches gilt für die Nachfolgeplanung in den eigenen Reihen. 47 Prozent der Befragten verneinen, dass ihr Aufsichtsrat einen effektiven Nachfolgeplan für seine Mitglieder hat. Dies ist deutlich mehr als im internationalen Vergleich (31 Prozent).

Viele finden, die Vorstandsvergütung sei nicht ausreichend transparent gestaltet. Mit der eigenen Bezahlung sind sie aber zufrieden: International halten 65 Prozent die Vergütung der Aufsichtsräte für angemessen. In Deutschland sind es sogar 76 Prozent.



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