Föderung schwacher Regionen

von Judit Hillemeyer
Mittwoch, 20. April 2005
In seiner heutigen Sitzung hat das Bundeskabinett eine neue Programminitiative zur Verbesserung der beruflichen Ausbildung vereinbart.



"Wir wollen weiter gezielt die Ausbildungschancen junger Menschen verbessern", betonte Bundesministerin Edelgard Bulmahn nach der Kabinettsitzung in Berlin.

Es gehe darum, die Kräfte zu bündeln und besonders in strukturschwächeren Regionen zusätzliche, vor allem betriebliche Ausbildungsplätze zu gewinnen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) werde dafür insgesamt 80 Mio. Euro bereitstellen.

Für die neuen Länder sind damit neue Förderangebote mit verbesserten Förderkonditionen verbunden. Das gilt insbesondere für eine finanziell und strukturell deutlich optimierte Förderung von Ausbildungsverbünden.

Mit einer neuen Konzeption und der Intensivierung der Förderung leistet das BMBF zugleich einen wichtigen Beitrag zur Sicherung des mittel- und langfristigen Erfolges des im letzten Jahr von Bundesregierung und Wirtschaft geschlossenen Nationalen Ausbildungspakts.

Hier komme es jetzt entscheidend auf das Engagement der Wirtschaft an, ihre Zusagen auch weiterhin zu erfüllen, so die Bundesministerin.

"Damit sollen noch bessere Ausbildungs- und Lebensperspektiven gerade für Jugendliche in strukturschwachen Regionen eröffnet werden", so Bulmahn. Außerdem werde die Inititative einen wichtigen Beitrag zur strukturellen Entwicklung in den jeweiligen Regionen leisten.

Bulmahn wies abschließend darauf hin, daß mit dem im April 2005 in Kraft getretenen neuen Berufsbildungsgesetz ein wesentlicher Reformschritt zur Zukunftsfähigkeit eines modernen Berufsbildungssystems in Deutschland gelungen sei. Seit 1998 konnten über 180 Berufe neu geschaffen oder modernisiert werden. (juh)

Sie haben Fragen oder Anmerkungen zu diesem Artikel?
Schicken Sie eine Email an die Redaktion.

Hier können Sie die Nutzungsrechte an diesem Artikel erwerben.

Meistgelesen

stats