Die Guten werden anspruchsvoller

von Redaktion LZ
Donnerstag, 15. August 2013
„Der Wettbewerb wird härter“: Valerie Holsboer, ANG.
LZ-Archiv
„Der Wettbewerb wird härter“: Valerie Holsboer, ANG.
LZnet. Die Unternehmen der Ernährungsindustrie können ihre Ausbildungsplätze fast alle gut besetzen. Das zeigt eine Umfrage, die die Arbeitgebervereinigung Nahrung und Genuss (ANG) exklusiv für die LZ durchgeführt hat.
Die Bewerberzahlen in der Ernährungsindustrie sind stabil. "Die Ausbildungsplätze können fast alle gut besetzt werden", kommentiert ANG-Hauptgeschäftsführerin Valerie Holsboer eine stichprobenartige Abfrage der Branchenorganisation zur aktuellen Recruiting-Lage kurz vor dem Start des neuen Ausbildungsjahres ermittelt. Die Bewerbungsphase läuft derzeit auf Hochtouren.

Ernährungstypische, kaufmännische und technische Berufe sind in der Lebensmittelindustrie zu je etwa einem Drittel vertreten. Aktuell sind unter www.ausbildung-ernaehrungsindustrie.de in den ernährungstypischen Berufen 63 Stellen, in den kaufmännischen Berufen 30 und in den technischen Berufen 56 Ausbildungsplätze als offen gemeldet.

Quantität und Qualität der Bewerbungen nehmen ab, stellen die befragten Unternehmen fest. Gleichzeitig werden die guten Bewerber anspruchsvoller. "Sie erkundigen sich genau nach Entwicklungsperspektiven und vergleichen Angebote", beobachtet Holsboer. Dadurch seien Arbeitgeber, die Karrierewege aufzeigen und sogar mit Best-Practice-Beispielen aufwarten können, klar im Vorteil.

Wettbewerb mit anderen Branchen

#/ZT# Zudem sei die Möglichkeit eines dualen Studiums oder der Weiterqualifizierung, zum Beispiel zum Meister, für viele ein Entscheidungskriterium. "Die Unternehmen stehen heute nicht nur branchenintern, sondern auch mit anderen Wirtschaftszweigen im Wettbewerb und müssen sich verstärkt als attraktive Arbeitgeber präsentieren."

Überregional tätige Betriebe rekrutieren vorwiegend über Internet-Ausbildungsbörsen, Karriereportale und Messeauftritte. Regionale Player nutzen eher persönliche Kontakte und ihre Reputation als attraktiver Ausbilder und Arbeitgeber vor Ort. Auf die eigene Homepage setzen alle.

Das Thema Jugendarbeitslosigkeit in der EU hat die Branche bisher kaum erreicht. Nur vereinzelt lägen Bewerbungen aus Griechenland, Spanien oder Osteuropa vor.

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