Auslandsaufenthalte für Lehrlinge

von Redaktion LZ
Freitag, 26. Juni 2009
LZ|NET. Angesichts der steigenden Nachfrage nach Auslandsaufenthalten in der beruflichen Erstausbildung stockt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) das europäische Berufsbildungsprogramm Leonardo da Vinci mit Mitteln aus dem Bundeshaushalt auf. Mit rund 800 000 Euro können in diesem Jahr fast 500 Auszubildende zusätzlich gefördert werden. Sie haben die Möglichkeit, einen Teil ihrer dualen Ausbildung - zwischen drei Wochen und neun Monaten - in einem ausländischen Betrieb zu absolvieren. Damit werden in diesem Jahr erstmals mehr als 10 000 Lehrlinge aus Deutschland im Rahmen von Leonardo da Vinci an einem Ausbildungsaufenthalt im europäischen Ausland teilnehmen.



"Die Auszubildenden verbessern neben ihren fachlichen Kenntnissen insbesondere auch die immer wichtiger werdenden internationalen Qualifikationen und Schlüsselkompetenzen. Sie kommen mit mehr Wissen, gestärktem Selbstbewusstsein und neuen Ideen in ihre Ausbildungsbetriebe zurück", so Andreas Storm, Parlamentarischer Staatssekretär im BMBF. Dies sei nicht nur für ihre persönlichen Karrierechancen wichtig. Die Betriebe profitieren unmittelbar, indem etwa Geschäftskontakte mit ausländischen Betrieben oder öffentlichen Einrichtungen erstmals oder leichter möglich sind "Gerade die exportorientierte deutsche Wirtschaft braucht international qualifizierte Fachkräfte. Ein Ausbildungsaufenthalt im Ausland ermöglicht jungen Menschen, internationale Berufskompetenzen zu erwerben und damit ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern."

Mit der Förderung von 500 zusätzlichen Auszubildenden leistet das BMBF einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Empfehlungen des Innovationskreises Berufliche Bildung. Zusätzliche Informationen zum Asia-Europe-Meeting gibt es unter Aseminfoboard.org.

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