Ausbildungsquote im Handel positiv

von Judit Hillemeyer
Freitag, 18. August 2006
"Der Einzelhandel ist ein Top-Ausbilder", sagte Holger Wenzel, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels (HDE), kürzlich in Berlin. Die Ausbildungsquote liege mit über 7 Prozent weit über dem bundesdeutschen Durchschnitt.



Bis Ende Juli seien in den Einzelhandelsberufen in Ostdeutschland rund 20 Prozent und in Westdeutschland gut 5 Prozent mehr Ausbildungsplätze angeboten worden als im Vorjahreszeitraum.

Mit ihrer Ausbildungsbereitschaft trage die Handelsbranche dazu bei, dass der Ausbildungspakt in diesem Jahr wieder gelinge, so der HDE-Hauptgeschäftsführer.

Damit dies auch so bleibe und die Unternehmen noch mehr Lehrplätze anbieten, sei nun die Bundesregierung gefragt.

Wachstumskräfte stärken

"Wenn die wirtschaftlichen Rahmendaten nicht stimmen, entstehen keine zusätzlichen Jobs", erklärte der HDE-Chef und forderte: "Die Politik muss die Wachstumskräfte stärken. Dann wird es mehr Ausbildungsplätze geben."

Dazu könnten auch niedrigere Kosten beitragen. So dürfe es in der Tarifpolitik keine Kostensteigerungen für Ausbildung geben. Alle ausbildungsrelevanten Regelungen sollten auf das gesetzliche Mindestniveau zurückgeführt werden.

Wichtig sei vor allem, dass Schulen und Eltern die Ausbildungsreife der Jugendlichen verbessern. "Mit Auszubildenden, die die einfachsten Grundrechenarten nicht beherrschen, kann im Einzelhandel kein Unternehmen etwas anfangen." (juh)

Sie haben Fragen oder Anmerkungen zu diesem Artikel?
Schicken Sie eine Email an die Redaktion.

Hier können Sie die Nutzungsrechte an diesem Artikel erwerben.

Meistgelesen

stats