Bemühungen um Lehrstellen

von Judit Hillemeyer
Donnerstag, 16. September 2004
Die deutsche Wirtschaft sieht den wichtigsten Teil ihres Ausbildungspaktes mit der Bundesregierung für dieses Jahr erfüllt.



Wie das Magazin Capital berichtet, sollen die Mitgliedsfirmen von Handels- und Handwerkskammern bis Ende August 36.000 Lehrstellen neu geschaffen haben.

Das sind 6.000 mehr als die Spitzenverbände im Juni versprochen hatten, um die Einführung einer Ausbildungsplatzabgabe zu verhindern.

Insgesamt seien in den ersten acht Monaten dieses Jahres 360.000 Lehrverträge abgeschlossen worden.

Die von den Kammern ermittelten Zahlen will der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, Ludwig Georg Braun, am 21. September Wirtschaftsminister Wolfgang Clement und Bildungsministerin Edelgard Bulmahn im Lenkungsausschuss des Paktes präsentieren.

Dennoch drohen Ende September mehr Jugendliche ohne Ausbildungsplatz dazustehen als ein Jahr zuvor: Zum einen sei die Zahl der Lehrstellensucher deutlich gestiegen. Zum anderen stünden den 36.000 neuen Ausbildungsplätzen rund 25.000 verloren gegangene gegenüber, weil Firmen insolvent wurden oder Stellen abbauen mussten.

Um diese Lücke zu schließen, starten die Kammern jetzt Nachvermittlungsaktionen. Dadurch sollen nicht nur weitere Azubi-Jobs eingeworben werden, sondern auch die ebenfalls im Ausbildungspakt zugesagten 25.000 Praktika für erfolglose Bewerber. Bisher sollen es gut 10.000 Plätze sein. (juh)

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