Pakt bringt Trendwende

von Judit Hillemeyer
Mittwoch, 08. Dezember 2004
Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn sieht in der amtlichen Statistik zur Zahl der neuen Ausbildungsverträge den Erfolg des Ausbildungspaktes bestätigt.



Nach den am Mittwoch vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) bekannt gegeben Zahlen wurden bis zum 30. September 2004 in Deutschland 572.980 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen. Das sind rund 15.350 oder knapp 3 Prozent mehr als 2003.

"Damit gibt es erstmals seit 1999 wieder einen Zuwachs bei den abgeschlossenen Verträgen", sagte Bulmahn. "Der Ausbildungspakt hat mit der Zahl der neuen Ausbildungsverträge die positive Trendwende geschafft."

Nach der Statistik wurden in den alten Ländern insgesamt knapp 448.900 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen, das waren 14.129 oder 3,2 Prozent mehr als im Jahr davor. In den neuen Ländern waren es gut 124.100 und damit ein Plus von 1.217 oder 1 Prozent.

Betriebliche Verträge

Nach Berechnungen des BIBB sind darunter rund 519.830 betriebliche Ausbildungsverträge und damit gut 22.500 zusätzliche Verträge (4,5 Prozent) abgeschlossen worden (Ende September 2003 rund 497.270).

Bulmahn würdigte die Anstrengungen der Wirtschaft. "Das positive Ergebnis ist der Erfolg der Anstrengungen von Betrieben, Kammern und den Agenturen für Arbeit in den Regionen."

Diese Arbeit müsse nun mit der Nachvermittlung entschlossen fortgesetzt werden. Schon bis Ende November 2004 sei die Zahl der am 30. September 2004 noch als ausbildungsplatzsuchend gemeldeten Jugendlichen von 44.600 auf 23.500 reduziert (- 47,4 Prozent) worden.

Nach der November-Statistik waren noch 6.000 betriebliche Ausbildungsplätze unbesetzt. Die Kammern registrierten über 30.000 Angebote für eine betriebliche Einstiegsqualifizierung. Vor diesem Hintergrund zeigte sich Bulmahn zuversichtlich, dass bis zum Jahresende jedem ausbildungswilligen und ausbildungsfähigen Jugendlichen ein Ausbildungs- oder Qualifizierungsangebot gemacht werden kann. (juh)

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