Braun zieht positive Zwischenbilanz

von Judit Hillemeyer
Mittwoch, 22. September 2004
"Der Ausbildungspakt zeigt Wirkung - auch wenn die entscheidende Phase, die Nachvermittlungsaktion, erst jetzt beginnt." Dieses Fazit zieht der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) Ludwig Georg Braun anlässlich der Sitzung des Pakt-Lenkungsausschusses in Berlin am vergangenen Dienstag.



Die Industrie- und Handelskammern (IHK) haben wie auch die Handwerkskammern ihr Engagement in diesem Jahr noch verstärkt und mit rund einer halben Million Betrieben Kontakt aufgenommen. Das Ergebnis: 10.800 Ausbildungsverträge mehr als im Vorjahr wurden bislang von den Kammern registriert.

Dabei verzeichneten die Kammern ein Plus von 3,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr, bei den Handwerkskammern waren es 2,5 Prozent mehr Ausbildungsverträge als ein Jahr zuvor.

Nun gehe der Ausbildungspakt in die zweite Runde, so Braun. Denn das Ende des Ausbildungsjahres sei kein Stichtag für den Pakt.

Noch kein Stichtag

Im Gegenteil: Alle dann noch unvermittelten, ausbildungswilligen und -fähigen Bewerber sollen ein Angebot auf Ausbildung erhalten.

Dazu fänden in ganz Deutschland gemeinsame und gezielte Nachvermittlungen in noch unbesetzte Lehrstellen statt.

Ausbildungswilligen, die nicht in eine Lehrstelle vermittelt werden könnten, würden erstmals so genannte Einstiegsqualifizierungen angeboten., die als Sprungbett dienen könnten und auf eine anschließende Ausbildungszeit angerechnet würden.

Bis Ende August seien mehr als 10.000 Plätze für Einstiegsqualifizierungen in den Betrieben eingeworben worden.

Zwar sei die allgemeine Wirtschafts- und Beschäftigungslage in Deutschland eine schwere Hypothek für den Pakt, so der Präsident des DIHK. Gleichwohl wolle man an den vereinbarten Zielen festhalten (juh)

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