Positive Bilanz für Pakt

von Judit Hillemeyer
Mittwoch, 08. Juni 2005
Die Paktpartner haben heute eine positive Zwischenbilanz ihrer nun fast einjährigen Arbeit gezogen. Die Zusammenarbeit zur Mobilisierung von Ausbildungsplätzen soll 2005 fortgesetzt werden.



Die Lage ist angespannt. Im Mai lag die Lücke zwischen gemeldeten unvermittelten Bewerbern und unbesetzten Ausbildungsplätzen ungefähr auf dem Vorjahresstand.

Ziel ist es, "alle Ausbildungspotenziale zu nutzen und erneut allen ausbildungswilligen und ausbildungsfähigen jungen Menschen ein Angebot auf Ausbildung zu machen", heißt es in einer gemeinsamen Erklärung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit, den Wirtschaftsverbänden und der Bundesagentur für Arbeit.

Bei den neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen zeichnet sich im Bereich von Industrie und Handel eine weitere Stabilisierung des positiven Ergebnisses vom letzten Jahr ab.

Hier wurden bisher rund 118.000 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen. Damit wurde das Niveau des Vorjahres um 1,4 Prozent übertroffen, gegenüber Mai 2003 beträgt der Zuwachs 2,5 Prozent.

Handel besonders aktiv

Im Handwerk werden Verträge erst später im Vermittlungsjahr abgeschlossen. Aussagefähige Daten liegen erst in den nächsten Monaten vor.

Bei den Industrie- und Handelskammern sind bisher rund 13.000 und bei den Handwerkskammern über 5.000 neue Ausbildungsplätze, zusammen also über 18.000 neue Ausbildungsplätze registriert.

Das neue Instrument der Einstiegsqualifizierungen (EQJ), das die Paktpartner geschaffen haben, sei gut angelaufen: Rund 17.100 Jugendliche nutzen die von den Betrieben bereitgestellten Plätze.

Zahlreiche Betriebe könnten sich aufgrund guter Erfahrungen mit den Teilnehmern eine Übernahme in Ausbildung vorstellen.

Brücke zur Ausbildung

Die Einstiegsqualifizierungen bewähren sich damit als Brücke in Ausbildung - gerade bei Jugendlichen mit eingeschränkten Vermittlungsperspektiven.

Die Paktpartner appellieren an die Betriebe, Freiberufler, Behörden und öffentlichen Einrichtungen sowie an alle potenziellen Ausbilder, alle Möglichkeiten zur Schaffung von Ausbildungsplätzen auszuschöpfen und ihre Stellenangebote auch den Arbeitsagenturen zu melden.

Die Jugendlichen seien aufgefordert, sich aktiv und eigenverantwortlich um ihre berufliche Zukunft zu kümmern, die Vermittlungsangebote der Arbeitsagenturen und Kammern zu nutzen und dabei auch regionale wie berufliche Mobilität zu zeigen.

Neben stark nachgefragten Berufen gibt es in vielen Bereichen offene Lehrstellen, für die qualifizierte Bewerber gesucht werden. (juh)

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