Der Bachelor reicht vielen nicht

von Christiane Düthmann
Freitag, 03. Februar 2012
Nur 14 Prozent aller Studenten wollen direkt nach dem Bachelorabschluss ins Berufsleben starten. Das zeigt eine Studie der Agentur Swop mit dem Zeitverlag.


So hatten die Erfinder des Bologna-Prozesses sich das nicht vorgestellt: Deutlich jünger sollten Absolventen in die Unternehmen kommen, so der Plan. Doch die zweite Auflage der Masterstudie von Swop und Zeitverlag zeigt: Die überwiegende Mehrheit der Studiosi hat kein Interesse daran, nach nur drei Jahren Bachelorstudium in den beruflichen Alltag zu wechseln.

42 Prozent der angehenden Bachelor fühlen sich zudem nicht ausreichend auf das Berufsleben vorbereitet. Drei von vier Studenten wollen die Uni nicht ohne Master verlassen.

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Die gemeinsame "Master-Studie" der Berliner Agentur Swop und des Zeitverlags beschäftigt sich mit der Frage, wie Studenten heute Hochschulkarriere und Berufseinstieg planen.

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"Ein wunder Punkt, der politischen Zündstoff birgt", so die Studienautoren, bleibe deshalb der Übergang vom Bachelor zum Master. Hochschulen und Unternehmen seien gefordert, bessere Angebote für den zweiten Abschluss zu entwickeln.

Insgesamt wird das sechssemestrige Bachelorstudium weiterhin kritisch gesehen. Eine Verlängerung hält jedoch nur ein Drittel der Studenten für richtig. Und ungeachtet der Defizite etwa beim Praxisbezug ist die Gesamtzufriedenheit seit der letzten Studie gestiegen – auf 75 Prozent. (cd)

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