Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen Berger

von Redaktion LZ
Freitag, 07. April 2006
Die Staatsanwaltschaft hat gegen den Passauer Wildfleischhändler Karl Berger Anklage erhoben. Bei dem Fall gehe es aber nicht um lebensmittelrechtliche Vorwürfe, bestätigte der Landshuter Oberstaatsanwalt Markus Kring Informationen der «Süddeutschen Zeitung».



Berger soll vielmehr ungarische Arbeiter beschäftigt haben, ohne Sozialversicherungsbeiträge abgeführt zu haben. Gegen Berger laufen noch weitere Ermittlungen wegen des Fleischskandals. Die Berger Wild GmbH soll ungenießbare und falsch deklarierte Lebensmittel auf den Markt gebracht haben.

Staatsanwalt Kring rechnet damit, dass diese Ermittlungen in drei bis fünf Monaten abgeschlossen werden können. Nach dem Bekanntwerden der Vorwürfe musste das Passauer Unternehmen Anfang des Jahres Insolvenz anmelden.

Bei der Anklage gegen Berger geht es um so genannte Beitragsvorenthaltung und ausländerrechtliche Vorwürfe. Berger soll etwa 80 000 Euro Krankenkassenbeiträge und andere Sozialversicherungsbeträge nicht wie vorgeschrieben für die Ungarn gezahlt haben. (dpa)

Sie haben Fragen oder Anmerkungen zu diesem Artikel?
Schicken Sie eine Email an die Redaktion.

Hier können Sie die Nutzungsrechte an diesem Artikel erwerben.

Meistgelesen

stats