Berufsfeldstudie Gehälter im Einkauf ungleich verteilt

von Redaktion LZ
Dienstag, 10. Oktober 2017
Frauen sind im Einkauf nicht nur unterrepräsentiert, sondern auch unterbezahlt. Sie verdienen bis zu 25 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen.

Das belegt der aktuelle Einkäufer-Gehaltsreport von Kloepfel Recruiting. 21 Prozent sind weiblich und nur jede zehnte Einkaufsleitung wird mit einer Frau besetzt.Während Einkäuferinnen durchschnittlich 53 158 Euro verdienen, erhalten Einkäufer 63 120 Euro und damit rund 19 Prozent mehr. Bei der Einkaufsleitung ist der Abstand noch drastischer: Einkaufsleiterinnen erhalten im Schnitt 60 222 Euro, Einkaufsleiter bekommen 75 709 Euro. "Die Gehaltsunterschiede haben sich in keiner Weise gebessert", stellt Kloepfel-Geschäftsführer Philipp Heymann fest. "Neben der Politik sind die Unternehmer und Verbände gefordert, die Ungleichheiten abzuschaffen."

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Im Branchenvergleich schneiden die im Handel Beschäftigten relativ schlecht ab. Auch regional gibt es deutliche Unterschiede: In Nordrhein-Westfalen verdienen Einkäufer mit 72 659 Euro am meisten, in Sachsen dagegen mit 35 007 Euro am wenigsten. Leitungsfunktionen werden in Baden-Württemberg am besten entlohnt (80 023 Euro) in Brandenburg am schlechtesten (50 097 Euro). Die Leistungsbeurteilung bemisst sich bei rund jedem dritten an den erreichten Einsparungen, bei jedem zweiten zählt die Liefertermintreue. Auch die Reklamationsquote der eingekauften Waren oder Dienstleistungen wird berücksichtigt. Doch nur bei jedem zehnten werden Innovationen finanziell honoriert.

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