Ausbildungsjahr 2014 Bewerberrückgang in der Foodindustrie

von Christiane Düthmann
Donnerstag, 11. September 2014
Valerie Holsboer, ANG
LZ-Archiv
Valerie Holsboer, ANG
Ebenso wie der Lebensmittelhandel kann auch die Ernährungsindustrie in diesem Ausbildungsjahr nicht alle angebotenen Stellen besetzen. Im August verzeichnete die Ausbildungsbörse der Arbeitgebervereinigung Nahrung und Genuss (ANG) noch 144 freie Plätze, 50 davon im ernährungstypischen, 30 im kaufmännischen und 64 im technischen Bereich.
"Die diesjährige ANG-ad-hoc-Umfrage hat die Entwicklung hin zu weniger Bewerbungen pro angebotener Ausbildungsstelle bestätigt", sagt ANG-Hauptgeschäftsführerin Valerie Holsboer. Um neue Kandidaten zu erschließen, ziehe die Ernährungsindustrie immer häufiger auch Studienabbrecher in Betracht.

Gleichzeitig werden die Bewerber anspruchsvoller und gehen mit sehr klaren Vorstellungen an die Ausbildungsplatzsuche. "Viele formulieren bereits im Bewerbungsschreiben, dass Weiterbildungsmöglichkeiten bis hin zum Studium ein entscheidendes Kriterium bei ihrer Arbeitgeberwahl darstellen", nennt Holsboer ein Detail aus der Umfrage.

Auffällig oft werde zudem nach Auslandsaufenthalten gefragt. "Wir müssen weiterhin den Blick auf die mittlere Qualifikationsstufe, also die duale Ausbildung richten und die Zahl der Absolventen mit beruflicher Bildung erhöhen", so Holsboer.

(cd)

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