Weiterbildung leidet unter Konjunkturflaute

von Redaktion LZ
Freitag, 02. September 2005
LT|NET/juh. Die Nachfrage nach Seminaren zur Weiterbildung von Führungskräften ist konjunkturbedingt schwach.



Die Mehrheit der Mitgliedsinstitute im Wuppertaler Kreis rechnet in diesem Jahr mit stagnierenden oder zurückgehenden Gesamtumsätzen.

Ein dynamisches Wachstumsfeld wird in Beratungsdienstleistungen und firmenspezifisch zugeschnittenen Maßnahmen gesehen.

Die Weiterbildungsinstitute rechnen in diesem Jahr mit einem Anhalten dieses Trends, der sich bei den Angebotsbedingungen durch kurzfristige Reaktionszeiten, kürzere Seminardauer, Verkürzung der Anmeldezeiten und mehr Planungsunsicherheit bemerkbar mache.

Viele Institute beobachten, dass sich Weiterbildungsteilnehmer stärker an den Maßnahmen beteiligen: So investierten einige persönliche Freizeit oder tragen einen Teil der Kosten selbst.

Weitreichende Wirkung

Für diejenigen Institute, die im Bereich der öffentlich geförderten Weiterbildung tätig sind, zeigen die Reformen in der Arbeitsmarktpolitik weitreichende Auswirkungen.

Das laufende Jahr ist von systembedingten Schwierigkeiten und Umstellungsproblemen geprägt. Ein Teil der Institute rechnet in diesem Jahr noch einmal mit erheblichen Umsatzeinbußen und wird gegenüber dem Vorjahr weiteres Personal und Standorte abbauen.

Ein weiteres Thema ist die Qualitätssicherung in der Weiterbildung. Nicht alle der speziell für die Weiterbildung entwickelten Standards und Qualitätsmodelle hätten ihre Leistungsfähigkeit und Marktrelevanz bereits bewiesen.

Die Mitglieder des Wuppertaler Kreises betrachten diese auf den Bereich der Weiterbildung beschränkten Neuentwicklungen überwiegend skeptisch.

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