Bildung ist ein berufliches Sprungbrett

von Judit Hillemeyer
Mittwoch, 14. April 2004
Junge und leistungsbereite Deutsche setzen stärker auf Weiterbildung als andere. Während sich in Deutschland im Schnitt rund die Hälfte aller Menschen neben dem Beruf, dem Studium und der Ausbildung beruflich weiterbilden, sind es unter den Leistungsbereiten über zwei Drittel.



Dies ist das Ergebnis einer Studie, die das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) am Donnerstag in Berlin veröffentlichte. Im Auftrag des BMBF untersuchten die Ludwig-Maximilans-Universität (München) und die Heinrich-Heine-Universität (Düsseldorf), wie Menschen verschiedener Milieus in Deutschland die Chance der Weiterbildung und des Lebenslangen Lernens nutzen.

Die repräsentative Studie beruht auf rund 3 000 Telefoninterviews und 160 persönlichen Gesprächen. Erstmals betrachteten die Autoren nicht nur Alter und Geschlecht sondern auch Herkunft, Lebensstil und Wertorientierungen der Befragten.

Bildung zielgerechter zuschneiden

Die Ergebnisse sollen es Anbietern von Weiterbildungen leichter machen, ihre Angebote noch stärker an Zielgruppen auszurichten.

Demnach begreifen leistungsbereite, junge Menschen die Weiterbildung als Chance, ihre Qualifikation und damit ihre Position auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern.

Dagegen gaben ältere und traditionsbewusste Menschen an, sie beteiligten sich an Umschulungen und Reintegrationsmaßnahmen, um sich auf dem Arbeitsmarkt nicht zu verschlechtern.

Für eine dritte starke Gruppe, die der so genannten "Experimentalisten", steht vor allem der individuelle Gewinn aus Bildung im Mittelpunkt; sie besuchen vornehmlich Sprachkurse und Persönlichkeitstrainings. (juh)

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