Rewe-Philosophie in Russland

von Redaktion LZ
Freitag, 22. Juli 2005
Die Mitarbeiter der Billa-Supermärkte in Moskau werden auf das Konzept der Rewe-Tochter eingeschworen.



Nachdem im Juli vergangenen Jahres die Rewe-Gruppe und die russische Marta-Holding ein Joint Venture gegründet haben, betreibt das Gemeinschafts-Unternehmen in Moskau inzwischen 18 Supermärkte unter dem Namen Billa.

Um die russischen Mitarbeiter auf die Billa-Strategie einzuschwören, wird ihnen das Konzept durch einen aktiven Einführungskursus vermittelt. Das Seminar wird von der Personalabteilung geleitet, das weitere Training übernehmen die Filialleiter.

Darüber hinaus erhalten die Mitarbeiter Infomaterial über die Rewe- und Billa-Geschichte, deren Philosophie und Grundprinzipien. Zurzeit werden für die Supermärkte Plakate vorbereitet, die die Ziele, Philosophie und Grundprinzipien näher bringen und die Mitarbeiter zusätzlich motivieren sollen.

Vor Ort schulen

Kassierer und Verkäufer werden in den Supermärkten nach dem Billa-Ausbildungskonzept vor Ort geschult. Die Ausbildung dauert ein bis zwei Wochen und findet unter Federführung des Filialleiters statt.

Führungskräfte absolvieren ein Billa-Trainee-Programm, bestehend aus standardisierten Ausbildungsmodulen nach individuell gestaltetem Plan. Parallel dazu werden Mitarbeiter durch die Personalabteilung in aktiven Trainings (Introduction training & Customer Care training) geschult.

Das Supermarkt-Personal rekrutieren die Filialleiter. Auf Vakanzen wird durch Stellenausschreibungen und Annoncen (Zeitungsanzeigen, Aushänge im Markt) hingewiesen. Da einige Billa-Mitarbeiter wie Kassierer/in, Verkäufer/in und Mitarbeiter in der Warenannahme bei der Marta-Holding fest angestellt sind, unternimmt der Partner zusätzliches Recruiting für die Billa-Supermärkte.

Laut Vorstandssprecher Achim Egner ist die Entwicklung der Märkte sehr zufriedenstellend für die Rewe-Gruppe verlaufen - im ersten Jahr haben die Moskauer Billa-Supermärkte einen Umsatz von umgerechnet etwa 220 Mio. Euro erwirtschaftet.

Geplant ist die Eröffnung von fünf bis sieben weiteren Filialen in diesem Jahr, so Egner. Eine Ausdehnung in das Moskauer Umland und andere russische Großstädte sei in der Planungsphase. (ba)

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