LZ-Arbeitgeberstudie 2014 Branche zeigt solide Jobqualitäten

von Redaktion LZ
Freitag, 14. März 2014
Einblick in den Branchenalltag: In der LZ-Arbeitgeberstudie stellen Beschäftigte aus Handel und Industrie ihren Unternehmen Zeugnisse aus.
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Einblick in den Branchenalltag: In der LZ-Arbeitgeberstudie stellen Beschäftigte aus Handel und Industrie ihren Unternehmen Zeugnisse aus.
LZnet. Das Zeugnis ist ordentlich, allerdings nicht überragend: Die Beschäftigten von Händlern und Lieferanten bewerten die Attraktivität ihrer Arbeitgeber mit einer 2,5.
Dabei schneidet der Handel mit der Gesamtnote 2,4 geringfügig besser ab als die Industrie (2,5). 59 Prozent der Befragten aus dem Handel und 57 Prozent der Industriekollegen geben ein "sehr gut" oder "gut". Das ist das Ergebnis einer Online-Umfrage der LZ. 850 Personen haben sich daran beteiligt und einen Fragebogen zu den unterschiedlichsten Aspekten ihres Joblebens ausgefüllt: von den Aufstiegschancen bis zur Unternehmenskultur, vom Führungsstil bis zu den Verdienstmöglichkeiten. Jedes Kriterium wurde nach dem Schulnotensystem von eins (sehr gut erfüllt) bis sechs (sehr schlecht erfüllt ) bewertet. Den besten Einzelwert erzielt die Frage nach der Übertragung von Verantwortung. Sowohl im Handel (2,2) als auch in der Industrie (2,3) schätzen es die Kollegen offensichtlich, schnell eigenständig Entscheidungen treffen zu können. "Sehr gut" sagen 27 Prozent der Handelsmitarbeiter, 20 Prozent sind es bei der Industrie.

Viel Verantwortung und sichere Arbeitplätze

Weitere 39 beziehungsweise 50 Prozent sagen "gut". Auch die Arbeitsplatzsicherheit sticht positiv hervor. Beim Handel erreicht sie die Note 2,4, bei der Industrie eine 2,5. Mit "sehr gut" oder "gut" urteilen hier zwei Drittel beziehungsweise 59 Prozent der Befragten. Das Betriebsklima finden Mitarbeiter beider Teilbranchen gleichermaßen angenehm (2,5). Ebenso zufrieden ist man mit dem Verhalten seines Unternehmens in puncto Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung (Handel: 2,5; Industrie: 2,6).  
Ähnlich gering sind die Unterschiede zwischen Handel und Industrie bei den meisten Kriterien. Die größte Differenz zeigt sich beim Weiterbildungsangebot, welches bei den Handelsmitarbeitern mit 2,8 fast eine Drittelnote besser wegkommt als bei den Kollegen aus der Industrie (3,1).

Nachholbedarf bei der Work-Life-Balance

Nachholbedarf haben beide Teilbranchen offenkundig in Sachen Work-Life-Balance. Mit 3,1 beziehungsweise 3,2 schneidet dieser Aspekt am schlechtesten in der gesamten Befragung ab. Auch mit der Geschwindigkeit von Entscheidungsprozessen in ihren Unternehmen sind die Mitarbeiter nicht wirklich zufrieden (beide: 3,1). Die insgesamt verhaltene Stimmung, die in den Urteilen zum Ausdruck kommt, mag daher rühren, dass jeder zweite Befragte aus dem Mittelmanagement stammt, das in den Unternehmen besonderem Druck ausgesetzt ist: Es gilt, zwischen den Anforderungen "von oben" und aus den Teams zu vermitteln und sich dabei nicht aufreiben zu lassen. Wo dieser Spagat misslingt, ist Unzufriedenheit programmiert.

Fakten zur LZ-Umfrage 850 Personen haben den Online-Fragebogen zur LZ-Arbeitgeberstudie 2014 ausgefüllt – davon 575 Männer und 269 Frauen. Sie stammen je zur Hälfte aus dem Handel (421) und der Industrie (429). Jeder zweite Teilnehmer (51 Prozent) gehört zum mittleren Management, 11 Prozent sind Top-Manager. Die meisten Teilnehmer sind 40 bis 49 Jahre alt (308), gefolgt von den Altersgruppen 30 bis 39 Jahre (247), 50 plus (165) und bis 29 Jahre (122).

   

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