Ein-Euro-Jobs dämpfen Anstieg

von Judit Hillemeyer
Freitag, 03. März 2006
Nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden sind die Bruttodurchschnittsverdienste aller Arbeitnehmer in Deutschland im Jahr 2005 um 0,4 Prozent auf 26.425 Euro gestiegen. Der Verbraucherpreisindex hat sich im Jahresdurchschnitt 2005 um 2 Prozent gegenüber 2004 erhöht.



Dagegen stiegen die Tariflöhne nach Schätzungen des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung um 1,2 Prozent. Der im Vergleich zur Tariflohnentwicklung ausgesprochen moderate Anstieg der Durchschnittsverdienste ist vor allem auf den deutlichen Zuwachs der Beschäftigten in Arbeitsgelegenheiten, den so genannten Ein-Euro-Jobs, zurück zu führen.

Der niedrige Verdienst dieser Beschäftigtengruppe dämpft den Anstieg der gesamtwirtschaftlichen Durchschnittsverdienste spürbar. Schaltet man diesen Effekt rechnerisch aus, ergibt sich ein Zuwachs der Durchschnittsverdienste um 0,8 Prozent gegenüber 2004.

Bei der Ermittlung der gesamtwirtschaftlichen Durchschnittsverdienste (Bruttolöhne und -gehälter je Arbeitnehmer) der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen werden alle Arbeitnehmergruppen einbezogen - Beschäftigte in Arbeitsgelegenheiten, geringfügig Beschäftigte ebenso wie leitende Angestellte, Vorstandsmitglieder und Beamte.

Ferner werden alle für geleistete Arbeit empfangenen Entgelte und geldwerte Leistungen zum Beispiel auch Weihnachts- und Urlaubsgeld, Zulagen oder Prämien berücksichtigt. Die Sozialbeiträge der Arbeitgeber sind dagegen nicht eingeschlossen. (juh)

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